Olmo , Gio. Paolo Olmiitz , KVenzcI 347 und neben ihr ist ein Knabe, der Seifenblasen macht. Diese: Bild ist hart und streng gelualt, aber nicht ohne glückliche Auf- lassung natürlicher lYlotive. Das Tbdesjahr des Künstlers ist un- bekannt, 'er muss aber e_in ziemlich hohes Alter erreicht haben, da er noch 1518 in voller Thiitiglaeit vmr. Er malte von 1507 1518 am Churaltare der ehemaligen Stiftskirche zu Altenötling in meh- reren Abtheiluugen die Leidensgeschichte des Herrn. Die beläßlmiß Zerstörungswuth der neuern Zeit hat auch an dieses X-Verls Hand angelegt, und es zerstreut. 01m9; Glo- P3910 I), s. Lolmo. Plief fügen wir nur bei, dass sich im hönigl. Wluseunm zu Berlin ein Gemälde von ihm finde, eine thronende Dlaclonxia mit dem liindc, St. Petrus und Lnurentius zur Seite. Dieses Bild ist bezeichnet: Jo. Pavlus Vlmus F. Dr. llugler (Besch. des Museums S. 11?) sagt, dieses Gemälde sei in einer schlichten. handwerlssniiissigen Manier ausgeführt, nicht ohne anziehende Einzelheiten, im Ganzen jedoch von geringerer Bedeutung. Olmllllz. VVCÜZBI V0"; Goldschmied und Iiupfersteeher, ein sei- nes Alterthums wegen sehr geschätzter Iiiinstler, dessen Lebensver- hältnisse aber unbekannt sind. Bartsch. P. gr. VI. 51g 5., be- schreibt 57 Blätter von einem solchen Künstler, die sich unter ein- ander aber so ungleich sind, dass man dieses Slerzeichniss für eine Compilation verschiedener älterer Blätter halten kiinute. Es sind diess Gopien nach A. Diirer, M. Schungauer, Israel van Meckenen und nach verschiedenen anderen ungenannten lYIeistern, was man aus der Ungleichheit in Composition und Zeichnung schliessen kann. Selbstschöpferisch scheint also dieser Künstler nicht gewe- sen zu gseyn, er mag nun Wenzel von Olmiitz oder W. geheissen haben. Der erstere Namen steht nur auf Blatt N0. 22 mit der Jahrzahl 1481, öfter findet man das W. darauf, und dann wieder keines von beiden. Dass dieser Künstler Goldschmied war, wollte Bartsch aus einer handschriftlichen Bemerkung des Blattes N0. 17 erkennen. Er fand nämlich in der Sammlung des Herzogs von SachsenJYeschcn einen Abdruck mit folgender gleichzeitiger Auf- Schrift: Dieser Stecher hat wenczel geheissen, ist ein goltschmit ge- wesen. Das 'l'0desjahr dieses Goldschmieds ist unbekannt; man weiss auch nicht, ob er ein hohes Alter erreicht hat. was man indessen bejahen muss, wenn er 1481 bereits den Tod der Maria nach Schon- gauer gestochen, und noch 50 Jahre später nach Durer gearbeitet hat. Vor Bartsch räumte man dem Wenzel von Olrniitz nicht so viel Ehre ein, denn man nahm die mit W. bezeichneten Blätter als WVerke M. Wohlgemuths- Und diese Annahme ist vielleicht nicht so unbedingt zu verwerfen, als es geschehen ist. Die ihm jetzt zugeschriebenen Blätter, (llC man gewöhnlich als Copien nach A. Diircr angibt, nämlich der Traum, der Raub der Amymone und das _ehende Paar mit dem Tode, sind wahrscheinlich dem M. Wuhllgemuth zu vincliciren. Die Platten, von welchen diese Blät- ter gezogen wurden, waren noch gegen Ende des vorigen Jahrhun- derts in der Hnorfschen Iiunsthandlung zu Nürnberg vorhanden. 11ml man ersah aus den Verlagsbiicherxi, dass sie vor Jahrhunder- l-Cn Vßll den Erben des M. Wdhlgemuth erkauft wurden, als Vvefkß des Letzteren, nicht als solche des Goldschmieds VVcnzel zu Ol-