Oescheu, auch Eschey und Ehescncuh, v . - ueser, A. r- 01K) brecht pinx. Johann Oertl sc. Wrat. 1705. In schwarzer Manier, fol. 4) Christanus Hermannus, sitzend mit dem Buche in der Bech- Ißn- Juh. OErtl ad v. d. e. x. Wrat. 1715. In schwarzer IYIanier, lsl. fol. 5) Joh. Christoph ab Ettner et Exteritz. Regn. Bohem. Eques etc. Brustbild in Oval mit Wappen. Joann. ab Eyblwisser pinxit 1177. Joh. Oertl fac. ad viv. del. et sculpsit 1718 d. 15. Martii, gr. fol. Bei Wcigel 16. gr. Qescheu, auch Eschey und Ehescheuh , VIIIUSA, Bildhaugr von Augsburg, war Schüler von Jakob Murmann, dem er einige Zeit als Gehiilfe zur Seite stand, bis er nach München sich begab, um daselbst die Meisterschaft zu erlangen. Lipowslsy sagt im Nach- trage seines bayerischen Biiimstlerlexilsxms, dass Oeschcy 158g" in München das Pruhestücls gemacht habe, allein wir finden ihn schon 1576 zünftig, und aus dieser Zeit geht zugleich hervor, dass er nicht Schüler des Christoph Nlurmann war, wie Lipuwslty angibt. Letzterer ist jünger als unser Künstler. Oeschey arbeitete in Mün- chen für die Herzog IYIaxburg und für die neue Jesuitenltirche. Er zog auch Schüler; so dingte er 1591 den Hans Fering uder Voring. lxn Jahre 1605 starb er. Oeser, Adam Friedrich, Maler und Radirer, wurde 1717 zu Prcssbnrg geboren. wo sein Vater, ein Sachse. sich niedergelassen hatte. Neigung und Talent bestimmten ihn frühzeitig; zur Hunst, die er auf der Akademie in Wien mit solchem Glücke umfasste, dass er bereits im 18. Jahre den grossen Preiss gewann. Seine vielseitige Bildung erwarb ihm die Liebe und Hochachtung von Iiiinstlerix und Iiunstfreunden, und besonders nahm sich der Bildhauer Ra- fael Donner seiner an, bei welchem Oeser in zwei Jahren ein treff- licher Bossirer wurde, und grosse Kenntnisse in der Geschichte der antiken Kunst und des Costümes erlangte. Seine Neigung ging in- dessen noch mehr auf die Malerei, und so ging er 1759 nach Drgs- den, um unter Dietrich und Mengs seine Iienntnisseizu bereichern. In Dresden schloss Oeser auch mit Winckelmann Freundschaft, und dieser Maler war es. der Winckelmantfs erste archäologischen Stu- dien leitete. Winclselmann nennt Oesern im Briefe an Berendis (14. Dezember 1754) seinen einzigen und beständigen Freund, und am Schlusse seiner Gedanken über die Nachahmung preist er un- sern Iiiinstler als den wahren Nachfolger des Aristides, der die Seele schildere und den Verstand male; gewiss ein viel zu artiges Compliment für den treuen Freund. _Oeser's Huf verbreitete sich indessen immer mehr, der siebenjährige lirieg war aber im Allge- meinen der Kunst wenig gunstlg- 096er hielt sich damals meistens zu Dahleu auf, heim Grafen zu Bunau, nach erfolgtem Frieden ging er aber nach Leipzig, und als Churfürst Christian zu Dres- den eine neue Akademie gegrundet hatte, liess er dem Künstler zwischen Dresden und Leipzig die Wahl. Oeser zog es vor, in Leipzig die Stelle eines Direktors der Akademie zu übernehmen. Der Churfiirst ernannte ihn aber zugleich auch zum Professor der Dresdner Akademie und zum I-Ioftnaler. Jetzt lehteßeser mit gan- ZPY Seele seinem Berufe, und vor allem ging sein Streben darauf-l einem besseren Geschmacke in der Iiunst Eingang zu verschailien- Er drang bei seinen zahlreichen Schülern aiif strengere Zeich- nung, stellte bessere Muster auf, sah auf wissenschaftliche Biltltmg. und brachte. es so theilwcise zu nicht ungliiclilichem Resultate.