Nussbarxm , Hans. Nusspammer", Michael. 289 Iileinc Landschaften nach Rauscher, mit seinem Namen oder mit J. N. f. bezeichnet, wie das weinende Kind am Monu- mente, där Eremit mit dem Buche vor der Eremitage ai- tzend etc. Zwei kleine Bildnisse des Ernst Gideon von Lnudon, und des Keichsgrafen Leopold Joseph von Daun. Das Brustbild einer alten Frau im Schleier 1771. Nussbaum, Hans, Bildschnitzer, der zu Anfang des 16. Jahrhun- derts in Bamberg lebte. Heller (in Jäclfs Pantheon) führt alte Rechnungen an, in welchen er wegen geschnitzter Wappen uud Helmen genannt wird. Er fertigte vieles für den bischöflichen Hof, besonders in den neuen Zimmern auf der Altenburg, welche der Bischof Georg von Limburg 1521 22 einrichten liess. Nussdorf, Hans, Baumeister. der im 15. Jahrhunderte thütig war. Er begann 1484 den Bau des nördlichen Thurmes des Münsters zu Basel, und vollendete ihn 1500. Die Gründung des Domes fällt in die Zeirliaiser Heinrich IL, im Jahre 1010. Nusspammer, Niichael, Bildhauer, geboren zu Schörstadt, einem kärnthnerischen Weiler, 1792, verlebte als der Sohn einesarmen Iileinhäuslers seine Iinabenjahre als Schaafhirt in der grösstcn Ein- samkeit auf den höchsten Alpen; aber der Götterfunke des Genies schritt auch in der weitesten Entfernung von allem menschlichen Beistand , bei gänzlichem Mangel an lYlitteln, ja selbst unter Hin- dernissen und Gefahren, immerfort seiner Entwicklung entgegen. Sein Brodmesser wurde sein Meissel. Er schnitt Gestalten in Bilume und schnitzte Figuren aus Holz, fest entschlossen ein Bildhauer -zu werden. Aber bei seiner Diirftigheit-fehlten ihm die Mittel, die Lehrzeit auszuhalten, und seine Angehörigen, in der Ueber- zeugung, diese Liebe für Iiunst führe ihn gerades Wegs zu Hun- ger und liummer, thaten alles Mögliche, ihm diese Grillen aus dem Sinne zu schlagen. Sie brachten ihn zu einem Postmeister, wo Nusspammer vier Jahre diente, und nicht unterliess, selbst im Stalle mit der Hohle zu zeichneii. Endlich kam er durch I-liilfe des geschätzten Pfarrers X. Pirkcr zum Bildhauer Iiöfler zu Oberdrauhtu-g in die Lehre, musste aber in der Iiriegscpoche von 130g vor der Couscriptiun Hiehen, und kam 1812 nach Wien, wo er hiilfreiche und gastliche Aufnahme fand) Von den vcrewigten Direktoren Zaunrr und Fischer an der Akademie der bildenden Iiiinste aulgenumlnen, besuchte NuspamÄ mer diese Anstalt mit anhaltender Euisiglicit, und er fandban dem Di- rektor Blieber einen väterlichen Freund, dem er die ganze Aus- bildung seines lieimendcn 'I'alents_schuld1g ist. In den Jahren 1819 und 20 war der grosse kaiserliche und Rcichlisclie Preis an der Akademie aufgegeben. Um beide trat Nusspammer als Mitwerbcr auf. Die AuigabeNvarf Wie Olhryatles aus der Argiver und Spar- taner wiithendcm-Vertilgungshampf allein iibrig geblieben, gier- hend die Siegesbotschaft auf seinen Schild schreibt, damit nicht elwa die Feinde sich des Vurlheils. riihmten. Die zweite Aufgabe hatte die Darstellung von Cephnlus und Procris zum Gegenstande, 1111i! beide erhielten, jene den kaiserlichen, diese den lieichlisehen Fjfßlf- Eine andere anmulhvolle Gruppe ist: lllinerva, die KURS! I" 1h"? Urantängen bei den altcirEgvptefrn dem Genius Hßllilß zur Yfeltern Ausbildung übergebend. Uiebrrttiess verfertigte Nuss- Naglefs Ktiizstler-Lex. X. Bd. 19