Mossbrugger. Blostafärl , Jan. 519 Mossbru gger , Moosbrugger." lüdsscher, Jakob, Maler, Schüler von Carl vaxi Manderiudcm Aclterem, ist anscheinlich nur durch sein, von J. de Rävexlsteyln gemaltes Bildniss bekannt. J. Stulcker havt es gestochen, IÄOSSBS, TIIOIIIRS, Formschneider zu London, -ein: berühmter. jetzt lebender Biinstler seines Faches. Seine Blätter zieren eng- lische Drucke verschiedener Art, und mehrere (Ieräelben Sind Mßi- sterstiicke zarten Schnittes. Man findet deren in Allan Cunning- hanfs Lives of the most eminent british painters, sculptors aiid architects, London 182g FR; in einem Bibelvverlae xiach Gemälden von J. Martin und B. Westall, mit C. Nesbit, Puwis, S. M. Slader, C. Gray und H. Landells Ziusserst zart geschnitten, I. Band, London 1855 etc. MOSII, AllgllSt LUdWlg, Genremaler von Stettin, wurde 1807 ge- boren, und mit den Antangsgriinden der Itiunst vertraut, begab er sich 1825 nach Berlin, um unter Leitung des Professors Len- ,gerich seine Studien fortzusetzen. Er tlxat dieses mit dem glück- lichsten Erfolge. und da seinem glücklichen ITällente auch nuclt gewissenhafter Fleiss zu Hiilfe kann, so konnte er balil Erfreuli- ches leisten. Seine Bilder fanden auf den Iiunstnusstellungexi zu Berlin und anderwiirts verdienten Beifall, da seine gemiithlichexx Genrebilder jeden Beschauer erfreuen. Es spricht aus ihnen scharfe Individualisirung. treuherzige Wahrheit uud ein reines Gefühl für Auffassung gexniitlilicher Zustände. Seine Compositionen sind im schönsten innern Zusammcnhange, und das Ganze ist nett und sorgfältig behandelt. Die Färbung nahin an WVäirine und llraft im- mer mehr zu. Seine Sonntagsfriihe gehorte zu den besten Bildern der Ausstellung von 1854- Das Durfveirthshausleben stellte er z. B. mehrmalen mit ungemeiner Geschicklichkeit dar, doch weiss Most seine Gruppen auch im Freien auf das fröhlichste und reichste zu pla- ciren. An diese Bilder reihen sich mehrere andere, denn der Iiiinst- lcr liegt mit aller Liebe seiner Kunst ob. Mehrere seiner Gemälde stellen Scenen aus Pommern dar, da A. L. Most in jenem Lande, in seiner Geburtsstadt, lebt. Durch den pommerschen Kunstverein kamen mehrere seiner Werke zur Verloosung. Das Bild des kleinen Postillons hat Hemy lithographirt. In der Bilderchronils des sächsischen liunstvereines 1855 ist eines seiner Gemälde von ihm radirt. Mastaert: Jan! auch Mostart geschrieben, Maler, geboren zu x Harlem 149g, gestorben zu Harlem 1555. Er stammte aus einer vornehmen Familie, und einer seiner Vortähren focht unter Kaiser Friedrich in Palästina bei der Eroberung von Daniiette. Jaxfs Meister war Jakob von Harlem, und schon in jungen Jahren wurde er erster Maler der Prinzessin Margvaretha, Tochter Philipps I. von Spanien. Nach achtzehnjähriger Dienstzeit kam er mit Ehren- bezeugungen und Heiehthiimern überhäuft nach Harlem zurück , Wo ihn der Adel, besonders der Graf von Buren, und reiche Kunst- liebhaber ununterbrochen beschäftigten; seine öEentlichen, ange- staunten Arbeiten daselbst gingen aber beim grossen Brande 1571 alle zu Grunde. Carl von Mandcr verzeichnet dieselben, {md Bal" X dinucci und Descamps beklagen den Verlust, welchen die Hunst dadurch gelitten hat. Seine Werke sind überhaupt sehr selten ge-