Migneret, Adrian. Mignon oder Minjon, Abr. 283 und reiste lange in "Italien und Frankreich herum, um Plane 11m1 iAnsichten von antiken Gebäuden aufzunehmen. Der Minister Col- bert hatte sich vorgenommen, nach Mignardß Zeichnungen die römischen Altßrthümer des südlichen Frankreichs stechen zu lassen, was aber nicht zur Ausführung kam. Er baute mehrere Palläste, und sein schÖnstesVVct-k war die AbteiMontmajour bei Arles, ein umfangreiches Gebäude mit drei gewölbten Etagen, das aber ein Raub der Flamen wurde. Francqiie baute die Äbtei nach den al- ten Planen wieder auf. Er baute auch die Pforte St. Michel, und das Portal der Hirche des St. Nicolauscollegiums. Man rühmte die Bauwerke dieses Iiiinstlers, sowohl in der Disposition, als wegen der (Jorrel-atheit der Profile. Miqnard wurde Professor der Archi- tektur, 1671 Mitglied der Alsademie, und 1725 starb er. Blon- de] macht ihn irrig zum Bruder Peter's des älteren, und (Tßrgenä- ville lässt ihn nur 55 Jahre alt werden, was ebenfalls unrich- tig ist. Mlgneret, Adrlall- Kupferstechcr, wurde 1786 zu Paris geboren, und Langlois zählte ihn unter seine besten Schüler, Man hat von seiner Hand mehrere schöne Blätter, die SlCll in Hinsicht auf treue Nachbildung des Originals eben so sehr empfehlen, als durch Tüch- tigkeit der technischen Behandlung. Im Jahre 1817 erwarb ihm sein Stich nach Vaflarths sterbenden Moliere eine goldene llledaillßi und Moliere mit der lllagd brachte ihm 1828 eine silberne ein. Schun seit etlichen Jahren hält er in Paris eine Schule. 1) Das Bildniss lllolicräs, nach Mignard, ful. 2) Jenes von Fleury, nach Singri, fol. 5) Moliöre sterbend. von zwei barmherzigen Schwestern unter- stützt, nach Vaflarrl, lt) Jeune fetnme faisant Paumöne, nach Metzu, fol. 5) Muliere liest seiner alten Magd ein Lustspiel vor, nach H. Vernet, gr. qu. fol. 6) Peter der Grosse auf dem Ladogasee, nach Steuben, fol. 7) Ein antikes Basrelief, Gal. de Florence pur Wicar. 8) Die Vignetten fiir das Gedicht: Charlemagne, nach II- Vernet. g) Viele andere Vignetten. Mlgllüßhl, gewöhnlich Mignols genannt, Maler von Trient, war Schüler des A. Pozzo. Er übertraf den Meister an Reichthum der Phantasie, und alle seine Entwürfe gingen daher in's Riesenhafte. In der Sahristei der ehemaligen Jesnitcnlsirche zu Trient sind Ar- Chitekturstiiclae von ihm, bei den Franziskanern daselbst Darstel- lungen aus dem Leben des heil. Anton, und auch in mehreren Zimmern der Residenz sind Proben seiner Kunst. Das Todesjahr des liiinstlers ist imbelsanxit, man weiss aber, dass er sich aus Aerger über eine in der Jesuitenliirche misslungene Frescumalerei auf der Reise nach Yenedig in die Brenta stürzte. Mlgnon oder Mlnjün, Abraham, Maler, wurde 16110 zu Frank- furt geboren, wo seu Vater Iiaizfinamx war, aber unglückliche Geschäfte machte, sn dass es zuletzt auch dem Sohne an Mitteln Zu seiner Ausbildung gebrach. Doch fandier schon in seinem sie- benten Jahre an J. IYIoreels einen Lehrer, der ihn viele Jahre bei sich behielt, bis er ihn endlich zu Utrutwht bei J. D. de llvem in weiteren Unterricht brachte. hßlignun blieb auch bei diesem Mei-