164 Messina , Antonello Memorie istorico-critiche di Antoncllo degli Antonij, pittore Mes- SilLßSä, BniedergiilE-gt. Eine lranzösisglhe Ueberarbeitling deäselben a e ast im essa er des arts et es seiences 1834, un diese grschien in deutscher Üttbßlßüllllßg", mit Anmerkungen von Dr. S. Boisseree begleitet, im I-iunstblatt 1826 N0. 78 ff. Puccini versi- chert in dem ungedruelsten VVerke des Antonio Filarete über Bild- hauerhunst, welches in der ltlagliabecchiana zu Florenz aufbe- wahrt wird, gefunden zu haben, dass Domenico Veneziano, wel- cZeni Antonello das Geheimniss der Oelnialereibinitlthcilte, im Jahre 1 64 nicht mehr am Leben evvesen, und ver in et damit die An- gabe Sandrarfs, Acad. Pictlg p- 106, die Effllßfdüng Domenicds sei geschehen, als Antonello im 49]. Jahre seinäs Äältcrs QÄESIEIIIÖEII- Hieraus erfo tdenn, das Antonel 0 etwa im a re 141 eboren wäre. Wannger aber nach Flandern gegangen, lässt sich äur an- näherungsweise ermitteln. Dass es vor Alfons Tod, welcher 1.153 erfolgte, geschehen, ergibt sich aus Vasai-Fs Angabe. Damals war indessen Jan van Eyck schon viele Jahre todt, denn man nimmt jetzt ziemlich allgemein an, letzterer sei nicht 1450, Sondern 14.15 gestorben. Antonello erlebte in Flandern den Tod des Iiünstlers, und so schliesst nun Sehorn 1. c. S. 371, dass Aiitonello als ein Mann von 28 Jahren, etwa 11'143 nach Flandern gegangen seyn konnte. Alfons- war 1442 zum ungestörten Besitz seines Reiches gelangt, und hielt nun seinen Hof in Neapel. Dies konnte Anto- nello dahin gezogen, haben; auch muss er wohl einige Jahre mit van Eycls vertraut gewesen seyn, da er sich, wie man an seinen Gemälden sieht, nicht blos iin Technischen , sondern in der Auf- fassungsvveise und im Styl der Zeichnung nach ilälll gebildet hat. Allerdin s scheint er auch noch eraume Zeit 1171011161" in den Nie- derlandeäi gelebt zu haben, gewiss ist jedoch nur, der Angabe des Filarete zufolge, dass er um 1460 nach Venedig gekommen, wo er als ein Mann, der in hohem Maasse dein Vergnügen und be- sonders den Freuden der Liebe ergeben war, für sein ganzes Le- ben zu bleiben beschloss, wie Vasari behauptet. Lanzi und Puc- cini nehmen indess zwei Reisen des Antoiiello nach Venediv an: die eine kurz nach seiner Rückkehr aus Flandern , wo er ebed dem Domenico sein Geheiinniss mitgetheilt; die zweite, nachdem er sich in verschiedenen ital. Städten und besonders in Mailand auf- ehalten, wo er sich rosten Ruf erwarb. Erst auf dieser zweiten äeise, um 1470, dürfä nach der Ansicht der bezeichneten Schrift- steller der Künstler in Venedig sich niedergelassen und sein Ge- heimniss unter seine Schüler verbreitet haben. In Venedi führte Antonello viele Bilder aus, nach der flandrischen Weisä, und diese Werke wurden der Neuheituwegen sehr geschätzt. Sie ka- men in Häuser venetianischer Ede eute, und auch in andere Orte. Endlich bekam er den Auftrag, für S. Cassiano, eine Parochie in Venedig, ein Bild zu malen. Er vollfiihrte es nach besten Kräf- ten, und das Bild väurde niellilt äiur der Neuheäl Wägen, sondern auch der uten Zeic nun un er Schönheit er i uren willen gerühmt, äas war aber zuäidolfik Zeit (1646) schon veäschwunclen. Ans dem Jahre 1475 führt der Anonymus des Morelli mehrere von Antonello gefertigte Bildnisse an, "und nach Schorn gehört ohne Zweifel das von de Bast (Iiunstblatt 1826 55? E.) besprochene, jetzt im Besitz des Hrn. v. Ertborn in Utrecht befindliche kleine Bild, welches Christus zwischen den Schächcrn am Kreuze vorstellt, eben- falls _hiehor. Ehedein besass die liamilie Maelcamp dieses Bild, und in dieser hatte sich die Tradition erhalten, dass es aus Italien gebracht worden sei, worauf auch der-Umstand schliessen lässt,