154 lSIerlini , Francesco. Merlo , Peter. reliefs versehen. An den Statuen soll der Künstler nach Grossik Urtheil allen Iieichthttm des Genie's und alle Anmuth der liunst entfaltet haben. Neapel besvahrt iiberdiess noch mehrere andere VVerlsc von Merliano. In der Capelle der Liguori in Monte Oli- Neto sind Statuen von seiner Hand, und in der Capelle Araldi da- selbst ist der Täufer Johannes sein VVerli. In der Capelle 'I'e0duri im Dome sieht man sein Grabmal des Herrn, und die heil. Jung- frau in der Capelle de" Bianchi. In S. Maria delle Grazie fertigte er mit Sanctacrocc das Basrelief der Grablegung Christi. Fiir die Ca- pelle Vico in S. Giov. a Carbonara fertigte er die Statue des heil. Petrus, und zu seinen Ilauptwerlaen gehört auch die Statue der hl. Dorothea, ein Denkmal der Dorothee Malatesta bei den Canoui- ltern in S. Agnello. Auch in der zirchitelctur war er erfahren; die Foutana alla Sel- leria und jene des Molo, beide sehr schön, haben diesen {lust- ler zum Urheber. An der letzteren brachte er vier Flussgöttersta- tuen an. Letzteren Brunnen schickte der Vicehönig Peter von Arrngonien nach Spanien. Man nennt diesen Iiiinstler den Michel Angela Neapels. und ihm legt Grossi alle Vorzüge der Kunst bei, sowohl in der Zeich- nung und im Fnltenwurfe, als im Ausdrucke der Leidenschaften und in der Schönheit der Form. Das Fleisch soll er mit einer un- vergleiehliehen Weichheit (Morbidezza) behandelt haben. Annibale Ceceavellu , Domenico d'Auria und Manlio is-aren seine Schüler. Merlin], Francßscß; Iiupferstccher zu Siena, der in der ersten Hälfte des 57. Jahrhunderts arbeitete. Er malte Historien und Al- legorien, und radirte auch einige Blätter. 1) St. Irene giesst Balsam in die Wunden des heil. Sebastian, mit Dedicatiun an Fabio Venturini, fol. 2) Der Triumph des Todes, nach Andrea del Sartu radirt, 1609, fol. nlerlml, 0051130, Iiupfersteclxer, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Italien lebte. Vun ihm ist: Das Bilduiss des Alexander Adimari in: Gloria degli Incogniti ete„ 1641. der um 1690 in Rum arbeitete. In zu Rom ist ein grosses Basrelief lYIcrlini, Lorenzo, Bildhauer, der St. Ignaziuscapelle al Giesu von ihm. Merlo, BHPEOlOmOO, Formschneicler, der im 15.Jal1rl1unclerte in Italien geboren wurde, Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt, seine Hunstweise deutet aber auf die Paduanische Schule hin. Fol- gendes alte, sehr seltene Blatt ist sein Werk: Die Madonna mit dem Binde in einer Nische sitzend, zu den Seiten St. Sebastian und St. Rochus in einer Landschaft. Unten ist ein Sims mit Kindern, welcheidie Passionswerk- zeuge tragen. Unten steht die Adresse: ln Verona, per Bartolomio lllerlo, fol. Ein alter colorirter Abdruck bei Weigel 4 Thlr. MCYIQ y Peter: Zpißhnef Zu Venedig, der uns nur aus Hellefs Le- ben Albrecht Durefs bekannt ist. Dieser Merlo zeichnete Dürex":