344 Maron , Nlaronglia , GiusePPQ Venanzia. steiler. Er hatte. eine grosse Kupferstichsammlung, von welche;- wir einen (jetzt seltenen) Catalug haben, unter dem Titel: Catalugue de livres (Yestampes et de figures, en taille-douce, Avec un denom- brement des pieccs qui y sont contcnues. Fait ä Paris en Pannäe 1606. Par Mr. Marulles Abbe de Villelain. Dieses ist der erste Catalog jener berühmten, später dem französischen Cabinete ein- verleibten Sammlung. Der zweite Druck ist von 1672. In diesen Catalogen findet man auch Monogramtne angegeben. Bei Wei- gel ist einer um 5 Thlr. zu haben. Marolles starb 1681. Ueber seine anderen Schriften siehe das bi- bliographische Lexicon. Maron, Anton, Maler, geb. zu Wien ms, gest. zu Rom 130a. Dieser geschickte Künstler kam" frühzeitig nach Rom, und hier nun gründete er als der vorzüglichste Schüler von R. Mengs seinen Ruhm. Er fertigte Bildnisse hoher und höchster Personen; auch 'jene beriihmterMänner, wie das von Winckelmann, welches Bause gestochen hat, welches wir aber nicht zu den glücklichsten Dar- stellungen rechnen, da der Gelehrte in seinem sonderbaren Kopf- utze fast einer alten Matrone gleicht. Die Angelika Kaufmann hat ihn besser aufgefasst. Besonderes Wohlgefallen erregte das Bild der grossherzugliclien Fmnilie, welches nach Schönbrunn bei Wien kam. Die liaiserin liess dem Iiiinstler eine Börse mit 500 Dukaten und einen prächtigen Brillantring zustellen. Den Herzog von Glocester, Bruder Georgs III. von England, stellte er dar, wie er gerade zu Pferd steigt u. s. w. Dann malte er auch einige historische Bilder, in welchen aber keine schöne Wahl der For- men erfreut. in der Ausführung liess er es nicht an Fleiss fehlen. Das Beste bleiben immer seine Bildnisse, und überhaupt war Ma- ron ein Künstler, der nach Göthe (Winckelmann etc.) nicht fähig gewesen ist, merkwürdige Erscheinungen hervorzubringen. Dann hatte er! auch Autheil an einer glänzenden Unternehmung. Im Jahre 177? entdeckte man die antiken VVand- und Deckenge- mälde des Landhauses Negroni, zwischen dem Weinhügel und dem Esquilinium. Mengs gab Veranlassung zur Herausgabe dieser Ma- lereien. und 11 Blätter nach Mengs und Martin's Zeichnungen lie- gen im Iiupferstiche vor: Pitture antiche della Villa Negroni, von A. Campanella, P. Vitali und H. Carattoni gestochen. Eine Haupt- Eersun dabei ist auch der Architekt Camillo Buti. Es gibt auch nsemplare miniaturfleissig in Aquarell ausgeführt, und ein solches ist bei Weigel um ltoxThl. zu haben, qu.imp.ful. Die Wandmale- reien erhielt der GrafBristul; diesem, dem R. Mengs und dem Cav. Azara ist das Werk dedicirt. IEQIOIIC, JaCOPO, Maler von Alcssandria, blühte um 1450. In S. Jacopo zu Savonna malte" er in Leimfzzrben ein Bild, in der Mitte die Iirippe mit Landschaft, Alles ausnehmend fleissig. Marone, Fri-IDCESCO, Maler zu Verona, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind. In S. Anastasia daselbst ist ein Altargemälde die- ses Meisters: die Madonna mit dem göttlichen Binde zwischen St. Augustin und Thomas von Aquin._ In diesem Bilde herrscht Ein- fachheit und ruhi e Grösse, die durch eine ernste, warme und durchaus anspruchäose Färbung hervorgehoben wird. lilarongha, GIIISCPPB ÄTCUHÜZIO, Architekt In IPaIex-mo, dessen