Mangin a Carl. Bianglard , Adrian 235 Mangm, Carl, Architekt, wurde 1721 zu Mitry bei Meanx gebo- ren, und anfänglich widmete er sich den Wissenschaften. Später liess ihn sein Onkel im Zeichnen unterrichten, und von dieser Zeit an wählte er die Architektur zum Hauptfaehe. In Paris wur- den ihm mehrere ehrenvolle Aufträge zu Theil; er baute das erste Getreidhaus, das Seminaire cle S. Esprit, die Kirche des heil. Bar- tolomäus, er restanrirte S. Sulpice etc. In seinem 75. Jahre legte er einen Plan zur Verschönerung der Stadt Paris vor, was aber die Akademie nur mit einer ehrenvollen Erwähnung und mit einer Medaille belohnte. In der letzten Zeit seines Lebens begab er sich nach Nantes, und da starb_er 1807. luünglßt, 01320, Bildhauer aus Brabant, der sich in Italien bildete. Seiner erwähnt Nieolai in der Beschreibung von Berlin, und legt ihm da einen aus Marmor gefertigten bogenschnitzenden Amor bei, den man sonst dem Fiamingho zusehrieb. Dieses Bildwerk soll sich in der Iiunstlaammer befinden, Dr. Iiugler (Besch. d. Iiunst- hammer S. 250) erwähnt es aber nicht, nur drei kleine Bronzefigu- ren legt er im Allgemeinen dem Fiaminghu bei. Manglard, Adrian, Maler und Iiupferstecher, ein Iiiinstler von Bedeutung, dessen Lebensverhältnisse aber dennoch unbekannt sind. Bei Lanzi ist sein Geburtsjahr auf 1688 bestimmt, und 1761 soll er gestorben seyn. Anderwärts findet man 1762 als sein Sterbejahr bezeichnet. Alles dieses aber scheint nicht haltbar zu seyn, da sich Iiobert-Dumesnil (Peintre graveur franeais lI. 2.1.1) bestimmt dahin ausspricht, dass man von diesem Iiiinstler nur wisse, dass er 1696 zu Lyon geboren und 1760 zu Rom gestorben sei. Er malte Land- schalten und Seestiicke, und in letzteren war er seinem Schüler J. Vernet Vorbild. Lanzi nennt ihn einen Iiiinstler von natürlichem, gediegenem und richtigem Geschmaclse; Göthe aber (Winclselmann etc. alte Ausgabe 244) lobt ihn indessen nur seiner schönen Be- handlung und des guten Farbentons wegen: Unter ManglarcPs beste Werke zählt er jene im Pallaste Ruspcli zu Rom. In Italien hatte sich der Künstler den grüssten Ruhm erworben ; seinen Lands- teuten gefiel er nicht. Bobert-Dumesnil beschreibt [40 Blätter von ihm. Sie beurkun- den ein genaues Verständniss der Lultperspektive und der Wir- kungen des Helldunltels, die Figuren sind aber nicht der bessere Tbeil. Die Blätter seiner früheren Zeit übertreffen die späteren. i) Ansicht des Grabmals des C. Metella: Mausoleo e sepolcro di C. Nletella etc. Diverse compositioni e Vedute inventate ed intagliate da Adriane Manglard in Roma Pan 1753. Si vendono da G. Billy alla cbiesa nuova. H. 8 Z. 4 L., mit dem Rande von 11 L., Br. 11 Z. 6 L. Auf den ersten Abdriiclsen liest man nur: AdrJW Man- glard fec. Iiolnae 1753- Die zweiten Abdrücke haben die Inschrift ohne, und die dritten jene mit den Namen. Die Adresse Belly's fehlt. 2) Innere Ansicht des Colosseums: Parti di dentro del Culosseo di Roms, Adrnm Manglard fee. Bomae 1755. H. 8 Z. 2 L., mit dem Rande von 7 L., Br. 11 Z. 6 L. Es gibt erste Ab- drücke ohne Numer, und solche mit Numer. 3) Ansicht von Ponte Salaro. mit dem Namen und der Jahrzahl 175i? H. 8 Z. 4 L., mit dem Rande von 7 L., Br. H Z. 7 -