112 Liitzelburger oder Leutzelburger , Hans. Menge anderer Holbeinische Titeleinfessnngen und Bücherverzie- rungen als H u p fe rscli iiitt, den man für den Buchdruck wohl wegen 'der grossen Auflagen und der widerstehenderen Masse des lVIetalles auf dein derben Papiere jener Zeiten und Auflagen wählte. Jener grössere 'I'itelliopl' (Vater, Sohn und Geist im oben abge- schnittenen Islalbbogen) findet sich unter andern, auch in Theo- phylacti in quatuor Evangelia enarratienes. Basel bei Cratan- der 1525, fol. (auf der Münchner Hofbibliothek P. Gr. 485, fol., in VVeigeVs Catalog IL, Hier _gevs:iihrt die Zusammen- setzung der Titeleinfassung oben jene Dreieinigheit, unten in sehr schöner Zeichnung und sehr schönem Schnitte die zwölf Apostel mit Spruchbündern für ihre Namen. Rechts und links zur Seiten je zwei Evangelisten. Blatt 1M. b. erscheint der Silenenzug, der auch sonst in Cratanderischen Drucken desselben Jahres 1525 cm, vorkommt, ausserclein treifliche Arabeslien. Jene grösseren Blät- ter, sowohl alle vier Einfassungen des Titels (unten steht es rechts iui Spruchbande), als auch der Silenenzug zeigen das he- haniite Monogramin I F, und zeigen aber auch zugleich alle den- selben Strich oder Schnitt, nämlich in Kupfer; und es erhebt sich nunmehr hienach die Frage, oh nicht, wie wir mit unsern schlichten Augen zu sehen glauben, dieser in Iiupfer schneidende I F niit_dem holzschneidenden HF (d. i. Hans Frank, und das wäre und. ist H L d. i. Hans Leutzellaurger wieder) Ein und der- selbe sei. Man priife: Kupfer erlaubt jedenfalls nicht die gß, srhmeidigeVollendung wie das Holz, selbst des härteren Buxbauins. Kupfer will anders überwunden seyn und ist schwerer zu überwin- den, schwerer ein Kupfers ehnitt als ein Iiupferstich. Und den- noch wird Keiner der Fuchs- und Bauernjagrl Vollendung abspre- chen, eine Vollendung, die (den zu Grunde liegenden Stoff in An- rechnung gebracht) nicht allzufern von der Vollendung und Eigen- thüinlichheit der Holzschnitte desselben SClIIIClLlClAÜXISIlCTS liegen dürfte. Dem sei nun, wie ihm wolle (wir geben die Vermuthung blos zur weiteren Prüfung unbefangener Augen und unvoreinge- noinmener Iiunsthenner hin), dass aber, IF ganz gut einen H(ans) li'(ranh) bezeichnen könne, ergibt sich aus der Gleichheit der Na- men Hans und Johannes und aus dein wirklich auch sonst vorkom- menden Doppelgebrauch derselben bei denselben Künstlern. So steht z. B. auf einem Blatte des Hans Brosamer, welches P. Vischer in Basel besitzt, sowohl Johannes Brosuiner Fuldae degens fa. ciebat, als sein Monoijramm 15 HB 45. In Holheink Mappe zu Basel zeigt Bl. 56 uns I F, Bl. 57 HF (verbunden) von 1512 den Hercules Gallicus (zu Typus Eioquentie); Bl. 28 aber ein UF (das H mit halbkreisförinigen Ausse nitt des Querstriches) 151? (Hand- zeichnung). Wir reihen hier blos zur Vergleichung noch folgende: LHF und LH (verbunden), L HF, HF (verbunden) in „Biblia DArinen die Summarien allerwCapittel Leipz. beim {imbrosius Lob- wasser 1584- HHF, M HF, H (mit halbkreisförrnigem Ausschnitt des Querstriches), H (mit Schnitzmesser, sehngutß Schnitte) neben RM D (Rudolph Manuel Deutsch?) in Munstefs Cosniographia 1550 lat.) u. s. w. Der obengenannte IP aber nennt sich auch noch in manchen anderen Titeleinfassurlgen, _l- B. Genien oder Knaben, die an Palmenhiiumen hinaufklettern (in Velleius Patercu- lus. Basel, J. Frohen 1520, fnL, wo der Titelstock 1517 und AH (verbunden) zeigt, Bl. 2 b aber I F), o'der Tugend und Laster '(in N. T. lat. gi-aec. Basel, Froben 1522, fol.), Tantalus (ebds. BL e: 2 a) u. s. w. Schliesslich reihen wir hier zum Vergleich und zur Vervollständiguxr unsers Verzeichnisses unter Holbein alle diejenigen, ohne Zweite?