Koecl: , Johann. Koeckkoeck. H3 zu Botzen, und zwei heilige Bilder, Johannes der Täufer und Ma dalena vorstellend, erhielt seine Schwester in Lermos. Im Nalionaü- museum ist die Skizze mit der Geschichte des Achilles in 14 Bil- dcrn, nach welchem der berühmte Mosaiktisch, welchen Leo XII. dem Könige von Frankreich zum Geschenke machte, ausgeführt wurde. Zur Zeit der französischen Herrschaft in Rom malte er den Saal der Munizipalität in Fresko. Auch im Iiupferstechen, mit der Radirnadel und in Schabmanier, soll sich Iioeck mit Glück ver- sucht haben. Sein erster Lehrer erhielt von ihm zwei gezeichnete Akademien, die, wie er sich selbst ausdrückte, wunderschön sind, und einen sehr schönen Kupferstich in Aquatinta. Iioeck erwarb sich vorzüglich einen Ruf durch seine gut ge- lungenen Iiopien nach Raphael. Eine davon wurde bei der Plünde- rung der Iiunstschütze Emu's nach Paris mitgenommen, soll sich aber jetzt wieder in der Gallerie des Lucian Bonaparte in Rom befinden. Seinen künstlerischen Ruf mag noch die Thatsache beurkunden, dass das nach fremden Künstlern begierige Petersbur ihn zu sich einlud, welche Ehre er sich aber, an Ronfs milde und an Iiuustge- niissen reiche Umgebung gewöhnt, verbat. In der bekannten Portrait-Sammlung des k. sächsischen Hofme- lcrs C. Vogel ist sein Bildniss, 1820 in Rom gezeichnet. HD8015, JOlIQUII , Maler und Bruder Michael's, war gegen 20 Jahre M, Knollefs Gehülfe. Er half diesem Meister- bei der Ausschmü- ckung der Iiirche in Ettal und im gräflich Taxischen Saale zu Innsbruck. Dann kam er zum Grafen von Enzenberg in Klagen- furt, wo er mehrere Jahre blieb, bis er nach Venedig ging. Er wurde hier Zeichenrneister, verliess aber 1805 seine Stelle, um sie mit einer Staats-Bedienstigung in österreichisch Polen zu vertau- schen. Bei Meusel und nach ihm bei Füssly sind die Nachrichten über die Brüder Koeck (Keck) unrichtig und ungenügend. HUBER, FFEHIZ, Maler, Michael's älterer Sohn, wurde 1800 geboren, und auch er betrat in Rom mit Glück die Bahn des Vaters. Im Jahre 1824 erhielt er dengrossen Preis, der in einer goldenen lYIedaille bestand, welche ihm auf dem Campidoglio feierlichst zuge- stellt wurde. Er lieferte auch in der Folge noch preiswürdige Gemälde. Sein jüngerer Bruder ist Architekt. HOCCIK, N-, ein durch seine anatomischen Zeichnungen bekann- ter Mann. Er war zuerst Stuckaturer und als solcher wurde er dem Dr. Sürnmering zu Frankfurt bekannt. Dieser liess ihn zeich- nen, und sah bald die ausserordentliche Brauchbarkeit des Künst- lers. Seine Zeichnungen sind ihrer Iilarheit und ihres ausnehmend Plastischen Charakters wegen zu bewundern und ganz eigenthiim- Iich, denn er nahm seinen Gegenstand nach richtig gezogenem per- spektivischen Contuur von allen Seiten in Betrachtung, imprimirte sich die Verschiedenheit der Flächen und alle Höhen und Tiefen, worauf dann mehr nach den so gewonnenen plastischen Begriffen, als unmittelbar nach der Natur die Schatten der Zeichnung nach- getragen wurden. Indessen hatte der Künstler Launen; es ver gingen Tage, wo ihm nichts gerieth, und dann vermochte er W16- der in kurzer Zeit Vieles zu fördern. Jetzt hat diese Zeichnungen der Sohn des Dr. Sömmering- EH! eschickter Arzt in Frankfurt. S. Paris und die RheingßgeßdYlJn gr. C. G. Carus. S. 21. 306GB, Peter, van Alost genannt, s. Coek. Hoeckkoeclt, s. Koekkoek. Naglefs Künstler-Lear. VII. Bd. 8