Iicrrera , Bartolome Herrcra Alonsd Perrez 133 die Werke der grussen Meister und an die Antike zu halten, war sein einziges Trachten auf eine glänzende Färbung gerichtet. Auch die Architektur beliiimmerte ihn, und diese diente ihm in der Folge häufig zur magischen Verzierung. Nach seiner Entfernung nah er den Vater nie wieder, denn erst nach dessen Tod ging er ins Vaterland zurück, WO er sich gmssen, zum Ilheil nicht un- verdieuten Beifall erwarb. Doch war die lNIeinung, welche Her"- rera von sich hatte, übertrieben, und sein arrogantes WCSCII machte ihnbei den übrigen Künstlern verhasst. Er betrachtete sie mit Verachtung und er behauptete, dass seine Werlie unter Trom- peten- und Paulsenscliall ausgestellt werden sollten. Sein Ruf war schon in Italien gegründet, wo seine Bambocciaden, ähnlichen In- halts, wie die seines Vaters, grussen Beifall fanden. Vorzüglich natürlich malte er die Fische, und desswegen nannte lnan ihn in Italien Spagnolo degli pesci. Im Vaterlande erwarb er sich beson- ders mit dem Bilde der heil. Hermenegildis Beifall, ein Gcinliltle, das er für die Bnrfiisser Carmeliten zu Madrid ausfiihrte, bei wel- cher Gelegenheit er die obige Prah-lerei begingp. Als er nun auch in S. Philipp el real eine Frescornalerei mit Beifall ausgeführt hatte, erhielt er von Philipp IV. den Auftrag, in der Kapelle der Madonna de Atocha die Himmelfahrt der heil. Jungfrau in Irescu zu malen, und das YVerk gefiel so wohl, dass ihm der liünig den Titel eines Ilofinalers ertheilte. Im Jahre 1677 ernannte er ihn zum Maestro mayor de las obras reales, und jetzt nalnn seine In- solenz noch zu. Fiorillu IV. 217 verbreitet sich näher über diese Verhältnisse, und erzählt auch, dass der Künstler mit dem Ver- drusse gestorben, die wirkliche Iiammermalerstelle nicht erhalten zu haben. llerrerzfs VVerke sind zu Madrid und in Sevilla verbreitet, und neben den erwähnten wird noch sein heil. Franciskus, die Kir- chcnvilter, welche das auf Vlfollien schwebende hl. Sakrament an- beten, und die Empfängniss Mariü in der Cathedrale zu Sevilla gerühmt. Die beiden letzteren hat Arteaga gestochen. Ueberdiess malte er viele Genrebilder und Blumenstücke. Auf seine Werke brachte er öfter Hunde, "Ratten, Eidechsen und anderes Ungezie- fer an, wie dieses an einem Blatte mit seinem Namen naget, wo- mit er auf seine Neider deutet. In Don Fernando de la Torre's Werk über die Canonisation des Königs Ferdinand III. sind Blätter von seiner Hand. Dieses erschien 1671 1-11 Sßvillü- IIEITCIQ, BE-lrllülüme de, lNTaler, Francisco el Vicjzfs älterer Bru- der, übte um 165g die Bilclnissmalerei", wurde aber von seinem Bruder übertroffen. Herrera, Don Sebastian de Barnuevo, Maler, der Sohn Alllonitfs, geb. 1619, gest. 1671. Er war Schüler und Nachahmer des A- Callo, und seine Werke der Malerei sollen sich durch Cor- rektheit der Zeichnung uncl- durch Schönheit des Culurits aus- betiauptet Velasco; Fiorillo aber setzt ihn unter die- jeuligen Iiunstler, welche sich nicht über das Nlittelmiissige 61'- ho en. Ecwar auch Bildhauer, und Polomino lobt seine plastischen Arbeiten. Einen au die Säule gebundenen Christus vo11_WaCll5 hielt man zu Maßlrld für sein Muisterstücli, Im Escurial ßllld G9- mälde von ihm: St. Hieronymus in der Wüste, der APOÖWI Bar" nabas , Johannes auf Pathmos,.uucl der Täufer in der, WuSlC. Herrera, Alonso Perrcz de , lYIalcr vmfn Sevilla, dessen Lebens-