60 Heil iWlathiaxs. Heim, Joseph. Franz Hßlm, MältlliüS, Maler und Radirer, doch nur Hunstliebhaber, du. 11732 geboren wurde und bei M. J. _Wagen_bauer in _Münclieu seine Kunst erlernte. Auch D. Qiiaglio gab ihm Anweisung und zuletzt konnte er selbst Gutes leisten. Manfindet schone radirte Landschaften von seiner Hand, von denen einige mit einem Mu- no rainin bezeichnet sind. Ääuch gemalte Landschaften finden sich von ihm, und die letzte. die er malte, stellt den lioclielsce vor. Dieser Künstler starb 1837 zu München: Helm, Franz JOSCPh, Historieiiinaler zu Paris, der 1787 Zu B15- fort (Haut-Bhiu) geboren wurde. Sein Meister war Vincent, un- ter dessen Leitung er solche Fortschritte machte, dass ihm schon 1806 mit dem Geiiiiilde der Ruchkehr des verlernen Sohnes der zweite grosse Preis der Akademie in Paris zu Tlieil wurde. In; folgenden Jahre errang er den ersten grossen Preis der Malerei. indem er die Aufgabe, welche in der Darstellung des Thescus, als Besiegers des Nlinotauers, bestand, am genugendsten loste_ Hierauf besuchte er Italien und Ruin, uiii auch die b'rcsken gros- ser Meister und die intransportablen Reste des Alterthuins kennen zu lernen; denn, was sonst die _I1unst_ Grosses aufzuweisen hatte, wurde nach und nach ohnehin in Parisucentralisirt: Bach seiner Rückkehr wurden ihrn ehrenvolle Auftrage zu Iheil, auch fehlte es ihm nicht an Belohnung; so erhielt_er 1812 bei Gelegenheit der Iiunstaustellung _eii1e goldene Medaille erster Classe und auch 1817 erhielt er eine Medaille erster Grosse. Im Salon 1824 wurde er endlich mit dem Orden der Ehrenlegion geziert. Heiufs Werke sind zahlreich, und in allen olfenbaret er sich als trefflicher Zeichner und als Maler, dem die technischen Mit, tel seiner Iiunst vollkommen zu Gebote stehen. Seine C0IDPQ5i_ tioiien sind gefällig, von wohl dierechnetemi Elfekte, und von schöner Färbung. Indessen huldiget auch er mehr oder weniger der französischen Biihne, so wie denn so viele treilliclie franzö- sische Künstler sich zu sehr iii theatralischer Affektation gefallen Heim hat indessen auch Bilder geliefert, wo er die Natur in ihre;- Walirheit und Eiiiüichlieit erkannte. Im Museum zu Bordeaux sieht man von diesem Iiiinsller die Rückkehr des Jakolfs aus Mesopotamien 1812, und in jenem zu Strassburg ist sein schönes Gemälde des Flirten, der an der Quelle trinkt. Iin Jahre 1819 erhielt er vom Ministerium des lUHllgllCllen Hauses den Auftrag, zwei Scenen aus dem Leben des Titus Vg- i spasian zu malen: wie er dem Volke Hiilfe leistet, und den Ver- schwornen verzeiht. In St. Gervais zu Paris ist von ihm die Marter des St. Cyr und seiner Mutter, ein 19 Fuss hohes Bild, und in Notre-Danie daselbst sieht man 'die_lVIart_ci' des heiligen Hippolitli von ihm gemalt. Im Luxenibourg ist 58H]! Geiiiiilile der Einnahme von Jerusalem durch die Homer und 1_824 sah man w- nes von Jazet gestochene Bild, welches die Äei-theiliing der Orden Carl's_ X. an die liiinstler vorstellt. Man sieht hier mehr als 103 Bildnisse der berühmtesten Pariser Iiuiistler und lillllSllßfllltlßPi llllil jede Figur ist handelnd eingeführt, in Uebereinstiiiiinuiig mit dem Ganzen. D_ie Wirkung isrgetallig und Iileiduiig und Stellung mlllllltillfilltlg: _Ein ausgezeichnetes Werk ist auch sein "l-lyaciiiih, wie er die heilige Jungfrau anfleht, und trefflich Ptolomaus Phll()_ pator, die Restauration der Iiönigsgriiber zu St. Denis . St; Adelaide, die Erweckung des Lazarus in der Cathedrale zu Au. tin mehrere Portraite u. s. w. Iiii achten Saale des französischen Museums ist von seiner Hand