417 Gubernatis , Cav. Gubitz , Friedr. Wilh. Medaille auf die k. russische Kriegserklärung gegen die oltoma- nische Pforte. Deulsmiinze auf die Jubelfeier der Hamburger Versorgungsml- stalt. Medaille auf die Vermählung des Iironyrinzen und der Kron- prinzessin ven Schweden. Anfangsdenkznunze der preussischen Feldherrenreihe, mit dem Bildnisse König Friedrich Wilhelms. Medaille auf die Vermählung des Prinzen Wilhelm von Preuß- sen mit Auguste Prinzessin von Weimar, Das Bildniss des Kaisers von Russland, als Hauptseite der Rei- henfolge der Denkmiinzen auf den russisch-türkischen lirieg von 1828 1829- Glililcrnatls, CQV- de; Iiunstliebhaber zu Turin, der aber als Künstler bedeutenden Ruf besitzt. Er malt Landschaften in Oel und Aquarell", und seine Malereien in Wasserfarben sind mit grus- ser Wahrheit und Genauigkeit behandelt. Er ist ein guter Zeich- ner, und dabei besitzt er auch in der Perspektive grosse Einsicht. Dieser sogenannte Dilcttant kann sich jedem guten Künstler von Profession an die Seite stellen. Gubernatis ist Ritter des Moriz- und Lazarusordens, Mitglied und Bath der Akademie der Künste zu Parma. Er war 1852 noch in voller Thütigkeit. Guberti, GiUSGPPG, ein italienischer Maler, der unter Catharina II. zu St. Petersburg arbeitete. Gllbltl, JOIIGIIII ClIPISIIOPh, l-Inlz- und Stahlschneider, auch ty- yqgrairhischer Künstler, geb. zu Heinrichs bei Suhl 1754, gest. zu Berlin 1826. Yun seinem Vater, einem Arzte in Suhl, erbte er die Liebe zu den YVissenschaFtcn, aber Familienverhältnisse zwangen ihn zu einem andern Geschäfte, Er wählte die Buchdruckcrkunst, iibte sich aber nebenbei auch in der Hulzschneidekunst, in wel- cher er bereits glückliche Versuche gemacht hatte, als ihn Prof. Unger- 1789 nach Berlin berief. Hier beschäftigte er sich haupt- sächlich mit der Stahlschneidekunst, und die Stempel zu den so- genannten Ungefscben Schrift- und Notentypen sind sänimtlich von ihm. Es ist zu bemerken , dass sie nur fälschlich den Namen eines andern tragen. Dieser redliche Mann hatte sein Le- ben hindurch oft mit Krankheiten zu kämpfen; zuletzt erblindete er auf einem Auge, und beinahe 20 Jahre war er fast unablässig von Schmerzen geplagt. F. W. Gubitz ist der Sohn dieses Man- nes, der sich 1820 in der Haude- nnd Spenefschen Zeitung NroÄ 138 mit kindlicher Liebe über seinen Verlust ausspraeh. Gubitz, Friedrich Wilhelm, berühmter Formschneider zu Ber- lin, ein vielseitig gebildeter Künstler, der 1736 geboren wurde. Er bildete sich auf der Akademie der Künste zu Berlin und hier brachte er als 15 jähriger Knabe 7 Vignetten zur Iiunstausstel- lang, die schon Ungewöhnliches errvarten liessen. Die Blätter, die er von nun an lieferte, zeigen immer grössere Vollkommen- heit, und zuletzt erreichte er die höchste Zartheit und Schärfe des Schnittes, so dass seine Blätter den besten englischen Werken die- ser Art an die Seite gestellt werden können. Er machte auch sehr gelungene Proben, Cupien von Oclgclnäldeu in farbigen Abdriicken durch Anwendung mehrerer Holzplatten darzustellen, um aufsolcliß Weise das C-olorit der Oelgemälde nachzuahmen.