Greef, Jan: Grreen , Valentin. 347 sollte , da er in beiden schon Fortschritte gemocht hatte. Er ent- schied endlich für die Baukunst, und durch Ludwig Napoleon fnlltl er Gelegenheit sich in Paris in derselben auszubilden, Was er auch auf das eifrigste zu bewerkstelligen suchte. Er blieb einige Jahre in Paris, besuchte dann Italien und endlich kehrte er ins Vater- land zurück, wo er als Inspektor über die Admiralsgebäude auf- gestellt wurde. Später baute er das Lustschloss zu Soestdycls, und auch den Neubau der k. Residenz im Ilaag leitete er. In der Folge wurde er Professor an der k. Artilleriesehule zu Delft, doch war er 131g wieder zu Gravenhag mit dem Balle der Residenz des Erb rinzen beschäftigen Van Eynden und Van der Willigen Gesch. d)er vaderl. Schilderkunst III. 255. GTBEU, Valentin, Zeichner und Iiupferstecher in Schwarzkunst, und Tuschmanier, geb. zu London um 1707, gest. daselbst 1800. Dic- Ser Künstler brachte mit Earlom die Schabemanier auf den höch- sten Grad der Vollkommenheit. Er leistete gleich Gutes in der Historie, wie im Portraite, und dazu kommt noch, dass diese trelilich behandelten Blätter auch nach vorzüglichen Meistern gefertiget sind. Sein Werk ist beträchtlich, fegen 250 Blätter stark, aber in ganz guten, besonders in Probeab rücken, sehr selten. Viele seiner Orl- ginale fand er in der berühmten Düsseldorfer-Ballerina, denn er erhielt ein Privilegium, 80 Stücke derselben in schwarzer Manier zu stechen. Später kehrte er nach London zurück, wo er schon früher Mitglied der Akademie war. Der Churfiirst von Bayern er- theilte ihn den Titel eines Hofkupferstechers. _ Die Verlobung der heil. Catharina, nach Procaecim, fol. Die Anbetung der Hirten, nach Murillo, fol. Die Verkündigung, nach F. Baroccio, 1778. gr- fel- Die Geburt Christi, das Gegenstück, nach demselben. Maria und das Jesuskind, nach Dominichino. 1774. fel- Der Täufer Johannes mit dem Lamme, nach Murillo, gr. fol. Der betende Eremit, nach P. F. Mole, 1777, gr- fol. Die Himmelfahrt Maria, nach demselben, 1176, gr. fol. Die Grablegung Christi, nach L. Qarracci, 1775, gr. fol. Venus und Cupido, nach Aug. Carracci, 1785, gr. fol. Venus auf dem Wasser, nach A. Bellucci, 178d, gr. fol. Cupido und Psyche, nach demselben, das Gegenstück. Die Zeit beschneidet dem Amor die Flügel, nach A. van Dyck, 1778, gr. fol. Die holländische Tabagie, nach Teniers, 1778, qu. fol. Bauern, welche rauchen und spielen, nach demselben, 1779. de! Gegenstück. Die holländische Schule (a dutch school), reiche COIIIPOSIIIOÜ: nach J. Steen, 1772, gr. qu. fol. Der Ilabiner, nach Rembrandt, 1774, gr. fol. Der Mönch, nach Rubens, 4. Die Heimsuchung der Elisabeth, nach Rubens Gemälde in der Cathedrale zu Antwerpen, 34 Z. hoch , 11 Z. breit- Die Darstellunrr im Tempel, nach dem Altarbilde des Rubens in derselben liii-bhe in gleicher Grösse. Die 311'556 Iireuzalainehmung von Rubens in der Cathedrale zu Antwerllen. 1790. H. 51'; Z., Br. 20 Z. (In der Schwarzen- bertfschen Auktion 12 Thlr.) D" Sterbende Heiland, am Fusse des Kreuzes Maria in Ohn- er er Fee, e M- D D g es heil. Stephan, nach B. West, 1776- e! schonstc und seltenste Werk des Meisters, gr. qu. fol.