226 G121 diator. G-laqtzcl , Cum-ad. Hofes um 1597. Nicolai sagt in seinen Nachrichten von Berliner Künstlern, dass auf seinen lileinoden mit Schmelzinalereien die Buchstaben l. G. stehen. Gladelials lebte noch 1617 in einem ltiiminerlichen Alter. Glüdlaliür, der Bentname des Jan van Baan. Gladysz oder Glatysz, ein Maler aus Posen, dessen zu Anfang unsers Jahrhunderts in den deutschen Iiunstblättern erwähnt wurde. Im Jahre 1300 sah imtln auf der Dresdner Iiunstausstellung die Bildnisse des Gallerie-Inspektors Pechwell und seiner Gattin. Man lobte das Colorit, die Wahrheit in der Carnation und den scbiinen Faltenwurfi Um 1805 befand sich dieser Iiiinstler in Paris, wo er mehrere Bilder des französischen Museums copirte, neben andern den berühmten Hieronymus von Correggio, den Seesturm nach -Vernet etc. Glaeser, GEOTg, Maler, der 171g zu Altdorf bei Nürnberg gebo- ren wurde. Er bildete sich auf der h. h. Akademie in Wien, wo er drei Preise erhielt, und hierauf reiste er nach Rom und Vene- dig. Später besuchte er auch einige Städte Deutschlands und nach sieben Jahren kehrte er endlich ins Vaterland zurück, wo ihn sein Gönner, der Markgraf Friedrich in Bayreuth zum I-Iofmaler er- nannte. Dieser fand an Glaeser's Gemälden ein besonderes VVohl- gefallen, und die meisten kamen in seinen Besitz. Dler Schloss- brand verzehrte mehrere, und da der Iiiiustler schon 17-18 Starb, S0 sind seine Gemälde nicht häufig. In MeusePs Miscell. XIV. 101 werden sie wegen der Correhtheit der Zeichnung, wegen der ver- ständigen Composition und vvegenner Wahrheit und Frische des Coloritcs geriihxnt. Der Verfasser ]EDGB'A.IJlSEÄFZBS glaubte, dass es dieser Künstler fiir seine kurze Lebenszeit zu einem so hohen Grade in der Malerei gebracht habe , wie sehr wenige. 'Man hatte den Verdacht, dass Glaeser in Folge von Vergiftung gestorben sei; allein man sagt auch, dass er sich oft dem Genusse bis zur Ausschiveifung hingegeben habe; wohl Gift genug zum Untergange. Glaeser; Kupferstecher. Man hat von einem solchen Künstler sechs Blätter; welche die katholische Hofkirche in Dresden vorstellen, fol. Glaeser, Historien- und Portraitmaler, der sich" unter Tischbein zum trefflichen Künstler bildete. Er trat schon zu Anfang unsers Jahre hundcrts mit Werken hervor und von dieser Zeit an beurkundete er fortwährend ein tiichtiges Talent. Seiner wird noch 13501,! der Didascalia mit Ruhm erwähnt. Er wurde ärossherzuglich 119551531191- Hoihialer in Darmstadt. Ein herrliches harakterbilcl ist sein so. genannter Raleel voirfranlafurt In der grussherzoglichen Gallerie Auch eine hell. CäfIllla.WllI'(lG gelobt _uncl von seinem (Gemälde mit der Magdalena lll elner Landschaft heisst es, dass er einen hohen Grad von Vollkonnnenheit oßenlxare. Der Künstler lhsstc seinen Gegenstand mit Gluclt von der idealen Seite auf, Wir bedauern, dass uns uber diesen Iiiinstler keine ausführli- cheren Nachrichten zu Gebote standen. Glaetzel, Conrad , Architekt, baute mit H. Schnellmaier die präch- tige Pfarrkirche U. L. F. in Ingolstadt. Der, Bau der Kirche wurde 145g vollendet, bis auf die 'I'hürmu, die noch nicht ausgebaut sind. Sein Gehülfe starb schon 1431- S. Medererä Gesch- von Ingolstadt S. 112.