484 Freudweiler , Heinrich. Freund, 10h. Nicolaus. Dieses war Freudenbei-gei": letzte Arbeit, die Lafond nach dei Originalzeichnung ätzte und ausmalte. Lafond gab noch mehrere Blätter im Geiste seines Lehrers Freudeuherger heraus. Es arbei. teten auch andere Künstler nach bseinen Werken, wie lloinanet Ingouf, Düclos, Linge, F. Honig etc. S. auch Dunker sen über das Heptameron lrancais. Freudweiler, Heinrich, BilLlIJlSS- und Genremaler, gehgrcn 11 Zürich 1755, gest. 1795. Sein erster Lehrer war der geschickt: Landschafter Wiiest, der ihn zunächst für sein Kunstfach bilder wollte; aber die Neigung des Jiinglings ging mehr auf Darstellun- gen aus dem häuslichen. Leben hin, ohne dabei in der Landschafts. malerei zuriickzubleiben. Sein erster Versuch war ein komische: Stiick in Hogarthkchem Geschmack; der zweite ein Mädchen, da: sich mit Nähen beschäftigt u. s. w. Seine Compositionen sind geistreich und natürlich, es fehlt aber den Figuren genaue um richtige Zeichnung, wesswegen er jenen Bang nicht einnehmer konnte, den seine übrigen Talente, seine natürliche, geistreiche oft sehr poetische Erfindiingsgabe und sein markiger Pinsel ihn sonst zugesichert hätten. Er malte Landschaften, Gesellschafts- stiiclie und kleine Bildnisse und gab auch ein Paar Blätter illumi- nirte Schweizerprospekte in Aberlfs Manier heraus. Einige Con versationsstücke sind besonders wohl gelungen. Später fing e: auch an, Vaterländische Geschichte zu malen, wobei er seine Ge genstände nach seiner Weise geistreich und gefällig darzustellen und den Mangel an gründlicher Festigkeit in der Zeichnung diirci einfache natürliche Anordnung, durch warmes und harmonisches Colorit weniger bemerkbar zu machen wusste. Die Weiber und Mädchen von Zürich, die in kriegerischer Rüstung den Herzog Albrecht von Oesterreich täuschen, die Bewirthung der Liirchcri sehen Truppen unter Waldmands Anfiihrung zu Bern, Wald Ihm-in's Hinrichtung zu Zürich, die Schweizer unter Hans vor Hallwyl, betend vor der Schlacht bei Murten, der Abt von Engel herg, der die Anstifter eines Aufruhrs begnadigt, gehören zu '55, nen äelungensten Arbeiten in diesem Fache. Er ist einer der er sten tifter der Kiinstlergesellschaft seiner Vaterstadt. Eichler ha sein Bildniss gestochen. .Auch das Gemälde, welches ihm zuers Ruf erwarb, ist gestochen, unter dem Titel: Le solicitude dann mere dans Peternite. Es ist dieses allegorisches Denkmal de, verstorbenen Gattin seines Lehrers Wust, das so viel Beifall fand dass sich derKiinstler durch die Aufträge zu ähnlichen Dar-sie] lungen fast erschöpfte. Freudweiler, Albert Daniel, Maler, geb. zu Zürich 1795, g, storben daselbst 1827- Er war Schiiler von Pfennin er, begab sie]- aber in der Folge nach Ruin, wo BafaePs unsterblich: Werke sein! Vorbilder wurden, ohne dass er dabei die Vorzüge anderer Meister ausserAchtliess. Er copirte vieles nach Rafael, Guido, Titian, Coi- reggio u. a. und bewies auch in eigenen geist- und geschmackvoli len Comäositionen, wie sehr er richtige Zeichnung, reines um" wahres olgoritjn seiner Gewalt habe. _Er verfertigte auch mei sterbafte Bildnisse , unter andern sein eigenes 1821. Ffßlllld, JOhBIIII NXCOIEDS, Architekt, Bildhauer und Stuccato. rer aus Römhild in Franlien, bildete Sich in Rom und Bologna und arbeitete dann zu Wien, Gratz und in Laibach. Endlich liBSI u sich um 1698 zu Augsburg nieder, sein Todesjahi- ist aber un- bekannt.