296 F erreri , Cesare. Feryi, Ciro. Fßrfßfl, 6663113; Zeichner und Iiupferstechcr, welchen iwir aus clenAbbildungen kennen, in dem Werke: Ifarci: cli St. Augustino monumento in marmo del secolo XIV. Pavia 1852. FCPTBTiO, MRTCO, Bildhauer von Mailand, genannt Agrnto. Die- ser Künstler machte sich besonders durch die Bildsliille des ge- schundenen Bartulomäus, die er fiir den Mailänder Dom fertigte, berühmt. Diese SlaLue ist als eine Schule der Anatomie zu be- trachten, und man hielt diesen Marmor dem Silber gleich. Doch verfiel der Künstler auf die sonderbare Idee, den liupf auch an der über die Achsel hängenden {laut darzustellen, so dass das Bild zwei Köpfe hat. ,Dieser liiinstlex- arbeitete auch in der Carthause zu Pavia. Richard schreibt in seiner Descripiiuu d'Italie I. 215. den St. Bartolomiius einem ganz unbekannten Christoph Cihu zu, und Ya- sari spricht von einenx Llvlarc Gra, einem geschickten Bildhauer zu Mailand, der für die dortige Cathcilrale ein l5asreliei' mit der Hochzeit zu Cana verfertiget hat. Dieser Gra ist vcrxnuthlich un- ser Agrald. FEITCPIO, 153110101118, Maler und Iiunstlielihaber zu Leydcn um 1650, wie Sandrart im Leben llulbeiifs versichert. Nähen kennt man ihn nicht. Ferrero, Girolamo. s, FCITCÜU, ZHOPQZ, Gfaf VOYI, I'iunstliebl1ahei' zu Perugia, der in der Zeichenhunst und in der Malerei grossc GÜSClllClillCllkOlt he- sass. Er malte in Oel und Pastell, zeichnete mit der Feder Bild- nisse, und als Mechaniker war er nicht minder trefflich. Dieser Graf starb 1725 als Gouverneur von Nola im 36. Jahre. B. Gagliarcli war sein Meister. Fßrfßlltl, JOllEHlIl DOIIIIHICUS, Maler zu Florenz, genannt da Im 01a, bildete sich in den Werkstätten von F. Chiusuri, Th. Bedi, S. Galeotti und F. Turelli nach und nach zum Künstler. Er malte in Oel und Fresst: sehr viel für die Kirchen und Palläste in Imola, Florenz, Pisa, Livorno, Siena, Pistuja, Lucca, Volterra etc. Nach seinen Zeichnungen wurde auch ein großer Theil der Bild- nisse des Museo {iorentino gestochen. Dieser Iiiinstler starb um 1768, uhngeiiihr 76 Jahre alt. Er galt neben Meucci l'iir_einex1 der besten Frescoinalcr seiner Zeit, dem wenige an Phantasie gleich kamen. In Oelgemäldcn war er nicht sorgsam genug, doch lobt Lanzi auch etliche seiner Oeliualereien. Ferrettl, jetztlehender Iiupferstecher zu Rom. Blätter von seiner Hand sind in Staclaelbergß Costumes et usagcs des peuplgs de la "greee moderne, Rom 1820. _ Ferrl: Historienmaler, der mit Auszeichnung als Schüler Pietro da Cortonzfs genannt wird. Er er ab sich aus Neigung der Kunst, nicht so sehr um sich den Unteräialudadurch zu verschaf- fen, denn er war begütert. Indessen-trug ihm auch sein Talent reiche Zinsen,- da man seine Werke theuer bezahlte. Er malte viel mit Berrettini, seinem Meister, und nach dem Tode de; 1911,- teren musste er mehrere Werke desselben vollenden. Dieses ist mit den Malereien Cortonzfs im Palazzo Pitti zu Florenz der Fall. Man glaubte, dass kein Maler 1116311? 111 den Geist jenes Künstlers einzudringen in: Stande wäre, als Ciro Ferri. Er gleicht ihm auch in der Leichtigkeit der Erfindung und an Fruchtbarkeit der Ideen,