Fendi, Peter. 275 k. k. Münz- und Autiken-Cabinets verschlug, durch ihn alle wich- tigen Denkniale dieses wahrhaft kaiserlichen Museums abzeichnen zu lassen, iin1 so in der Folge eines der kostbarsten Werke der Mit- und Nachwelt zu übcrliefern. Nach vicljäliriger Anstrengung wurde er mit der Anstellung bei dein Cabinette als Cabinets-Zeich- ner und Iiupfersteclier auf das ehrenvollstc belohnt. Aber nicht allein Antiken richtig und geistreich zu copireu, war das alleinige Bestreben des jungen Mannes, sondern mit diesen die Ausbildung der llistorienmalerei zu befördern. Ini Jahre 1321 war für dielvvei- tcre Ausbildung seines Talentes einer seiner sehnlichsten Wünißlle in Erfüllung gebracht. Der verdienstvolle Direktor Stcinbiichßl wurde auf Befehl seiner Majestät des Kaisers nach Venedig und Salzburg? abgßßrdivät, und nahm Fendi mit sich. Das Museo Tie- polo so lte ubernomincn, die Ausgrabungen um, die alte Juvavia ylanmiissiggeleitet werden. Die herrlichen Kunstwerke alter und neuerer Zeit machten den grössteu Eindruck auf Fendi; Titian's, Tintorcttßß, Pordenonds, J. Bellini's und P. Veronesäs Werke fcsselten seinen Blick. Er suchte sie in strengen Copicn nachzu- ahineii und zeichnete dabei auch sehr viele Antiken in Aquileja. und Venedig, dann Landschaften, Marinen, malerische Scenen auf dem lYIarkusplatze u. dgl. Eine von den landschaftlichen Gegenständen, das Innere der be- rühmten Grotte Curniale bei Triest, führte er in Wien als Oelge- miilde fleissig aus, überreichte es dem Kaiser, und wurde dafür mit einer goldenen Medaille belohnt. Bald "darauf reiste _Fendi nach Salzburg, wo er sich vorzüglich im Landschaftsfache iihte, gräss- teiithei's Scenen aus dein Leben darstellte und mehrere Landschaf- ten und Skizzen in Oel malte. Auch in der Steinzcichniing versuchte er sich, und lieferte hier- in schätzbare Blätter. Eine grosse Anzahl von Ilandzcichnungen, nebst vielen Copien aus den berühmten altdentschcn Geht-thü- cliern der k. k. Hofbiblinthek, vcrfertigtc er in seinen freien Stuni den für Dibdiifs Biographical antiquarian and pieturcsque tour in France and G-crmany. Obgleich sich Fcndi stets als geschmackvoller und corrckter Zeich- ner, sowohl in lithographischcn Nachbildungen, als in denen des Antikenkabinets bewiesen, so ist doch wohl ohne allen Vergleich aus den bisherigen das Abbild des Sarkophäges mit dem Iiarriiälb der Amazonen, des vorziiglichsten Kleinod? des liabinets, sein "ge- lnngenstes Werk. Es ist 9 Sch. lang und 35 hoch, und Zallerifgüvtä mit grösster Sorgfalt ausgeführt. Es zog bei der Exposllgwn 1322 die Blicke allgemein auf sich. Zugleich versuchte sich der vielseitige Künstler auch in grossen Portraiteu in Oel, welche die erfreulicliste Probe geben, wie treff- lich er, hinsichtlich der Technik, der Beleuchtung des Helldunkels und eines geschmackvollen Vortrags, die Niederländer in Saft und Blut ilerwanllelt habe. Die rühuilichste Erwiihnung verdienen seine Arbeiten und Enb wiirfe iin Fache der historischen Couipxisitiun und namentlich der Vaterlandsgeschichte. Nebenbei lieferte er, iiiit gleicher Vollkorn- mßllhßiß Wie früher zu Dibdiifs Werk, auch die Zeichnungen M1 Horiiiayi-E Geschichte von YVien und zum Taschenbuche Vesta. Ein vorzugliches Gemälde, das er 1825i vollendctejist Erzherzog -F8Y' dinßlld und Philippine VVelstH zu Ainbras. Ini llaiz, dem ÄSchloSSß des Aligmlßndiugo von Salin, ist: Emma und Eginhard, der E1115 der Treue , die Stadt Salzburg und zwei Iilosterscenen. Iin "Ball"? dere ist sein Lotterieinüdcheu, ein vorzügliches Werk, S0 wie 18 "t