Fabris, Joseph. Fabris, Anton. 211 zu vollenden. Er verfertigte mehrere Werke, die ihm Ruhm ver- schafften, und daher zählt ihn auch die Akademie Voll St. Lucu, unter ihre Mitglieder. In Rum fertigte Fabris eine colossale, gg Palmen hohe, Gruppe des Milon von Coroton, wie er mit seinen Händen in einen Banmsturz geklemmt, von dem Löwen zerissen wird. Diese Gruppe ist um drei Fuss höher als die bekannten Cu- lussale des Quirinals. Fabris ist iiberdiess noch durch verschiedene andere trehcliche Werke bekannt. Im Besitze des Fürsten Esterhazy ist. seine schöne Gruppevon Venus und Amor, ein ausgezeichne- tes VVerk, wie die herrliche Gruppe von Hektur und Andromache, die er fiir den Grafen Mellerio in Nlailand ausfiihrte. Abgeb. im Gior- nale arcadico 1819 5- 457- Dieser sein Gönner liess durch den Künstler auch das Grabmonument der Gräfin machen, ein Werk, das 1825 fertig dastand. Von Fabris ist auch das Mausoleum C195 Cardinal Fontana in St. Carlo in Rom, mit einer im reinsten Ebenmaasse gebildeten Figur der Fama am Sarlaophage. Von sei- ner Hand ist ferner der sitzende Genius an dem Monumente Ca- novefs in der Kirche de Frati zu Venedig, und 182g wurde ihm die Ausführung des Denkmals für 'I'ass0 anvertraut. Der Dichter ist in einer Vision darägestellt, wie ihn die heil. Jungfrau begeistert. Fabris zeigt in a1 en seinen Werken eine ansserurdentliche tech- nische Gewandtheit unrl ein tiefes Studium der Natur und der _An- tilie, sowohl im Bundbilde, wie in; Basreliel". Sehr schön ist in letzterer Art seine Darstellung von Alexander und Ruxane auf einer Vase, die für I. M. die Iiaiseriil von Oesterreich bestimmt wurde. Fabris ist einer derjenigen italienischen Künstler, die glänzende Epoche machten. Fabris, PlaßldllS, Maler von Venedig, ein geschichtet Künstler, der sich um 1827 zu Mailand aufhielt. Er malt schöne Portraite, und auch als Historienmaler hat er sich gezeigt. Im Jahre 18251 brachte er ein Gemälde zur Ausstellung, welches Delila vorstellt, wie sie den Simson seiner Haare beraubt. FÜIJPIS, AUTCOII, Medailleur aus Udine, der aber seine Kunst zu Florenz iibt. Er war anfangs zum Stande eines Goldarbeiters be- stimmt, und zeichnete sich durch seine sauberen und erfiiidungsrei- clien Arbeiten in diesem Fache aus. Der iVIangel an guten lVliin- zcrii in Italien bewog ihn, sich diesem Fache zu widmen, in des- sen Ausübung er nun auf der Bahn Manfi-edinfs und Santarelli_'s wacher fortsclireitet. Seine Leistungen werden gegenwärtig als_d1e vnrziiglichsten in Italien genannt, und die Zalil derselben ist nlCht geringe. Sein erstes Werk war die Darstellung des Catafalkei, Wöl- cher 1825 in Udine bei Cai10va's Todtenleier errichtet wurde. Die Vorderseite dieser Medaille", von welcher nur 200 Exemplare ge- prägt wurden, zeigt Canovsfs Bildniss. Eine andere Medaille stellt Canuva's Denkmal in Venedig vor, und 1850 fertigte er eine kleine Denkmiinze auf die Erbauung des Theaters zu Purdenone. Man hat von seiner Hand auch eine Denluniinze auf Lailislaus Pyrlier, Patriarchen von Venedig, und 1851 fertigte er die-Preisinedaille für die Concurse der architektonischen Schule zu Livurno. Alle diese YVerlie übertraf er in der Denlimiinze auf die Einweihung der in Canovffs Geburtsorte Possagno erbauten Iiirche. Hier ist der Fleiss und die Zartheit der Ausführung fast unglaublich. Zu dieser Zeit entstand auch die Medaille auf Dante und sein Monument in Sl- Cruce zu Flvrenz, wovon der erste Stempel zersprangi Die nächste Denkrniinze War die auf den 18.52 verstorbenen Arzt Filippu pc- Celli und zwei. Jahre früher schnitt er den Stempel für die Medaille 14x: