Essliuger, Esselens oder Esxselyns, Jakob. Martin. - 155 Werken geschmückt. Er lieferte auch viele Nenjabrsbliitter fdrZü. rich und Bern, mehrere Bildnisse und andere Sachen, die weder in den Buch- noch Iiunsthandel kamen. Von seiner Hand sind auch 4 Blätter in der yon Vieweg in Braunschweig veranstalteten Prachtausgabe von Gothe's Hermann und Dorothea, nach Zeichnungen von Iiolbe. Die meisten Kupfer zu Wessenbergk christlichen Slmlbllderll. die 1827 in 2 Bändenyzu Constanz erschienen. Eine Scene aus der Pilger-fahrt, nach Näcke, kl. 8. Sehr schön sind die Titelliupfer mit den Bildnissen BaiaePs und L. da VincPs. Ferner: Der Evangelist Marcus, nach Fra Bartolomeo. Joel, nach Michel Angela. Gott Vater, nach IlafaePs EzechiePscher Vision. Der selige Einsiedler Nicolaus von der Flne, in Composition und Stich musterhaft, das Seitenstiick zu Nicolaus von der Fluäi Abschied, von Lips gestochen. Für des Prinzeni Maximilian von Neuwied brasilianische B ise stach er die Zusammenkunft mit Capitaine Bento Laureieizo und seinen Mineiros. Andere Blätter von der Hand dieses Künstlers {findet man in der Sammlung von Ansichten der Hansestädte, die der Landschafts- maler Radl bei Wilmans zu Frankfurt herausgab. Es finden sich auch Zeichnungen von diesem Künstler in schwar- zer Kreide und weissgehöht, solche ohne Höhung, in Tusch, und Stiftzeichnungen. Esshnger, Anna Barbara, wurde 1796 in Zürich geboren und vom Iiupferstecher M. Pfenninger in der Zeichenkunst unterrich- tet. Nach 2 Jahren setzte sie, mit grossem Talente begabt, ihre Studien unter Leitung lsunsterfahrner Männer fort, und ihre Fort- schritte im Zeichnen, im Stichen und in der Blumenarbeit waren so bedeutend, dass sie zur Zeichenlehrerin an der Töchterschule in Zürich ernannt wurde. Sie stand ihrem Amte mit allem Eifer vor, strebte aber daneben immer nach grösserer Vollkommenheit in der Kunst, und wie glücklich sie ihren Zweck erreichte, zeiäen mehrere Arbeiten, die sich von dieser Künstlerin in den Hän HI angesehener Privatleute zu Zürich befinden. Besondern Beifall erwarb ihr 181 eine Zeichnung nach I-ianß Aspefs schönem Gemälde der Anna äeinhard , der Gattin Zwing- li's. Dieser Zeichnung wurclein mehreren öffentlichen Blätlßlll der Schweiz rühmlich gedacht. Auch der Kron rinz von Freussen SprüCll Sißll 1827 bei seiner Anwesenheit iu Soliingßß darüber Hut grossem Beifall aus. Diese Iiünstleriu befindet sich gegenwärtig in Solingen, denn sie ehelichte 1822 daselbst den Buchhändler F. Amberger. Esselens oder Esselyns, Jakob, Maler von Amsterdam, den Einige für Rexnbrandfs Schüler halten, wofür aber B. van Eynden 1- 225. keinen Grund findet, weil Esselens Manier weni mit je- ner des Rembrandt übereinstimmt. Seine Malereien unü Zeich- nungen bestehen vornehmlich in Stadtansichten und baumreichen Landschaften, in Darstellungen des Meerstrandes; in inländischen Flussansichten mit Gebäuden, yrächtigen Fontainen, Schiffen, Jagd- parthiell und Fahrzeugen staffirt. Seine Behandlung ist frei und breit, das _Colorit heiter, und die Figuren sind gut gßlßlch: net und geistreich. Er hinterliess auch schätzbare Zeichnungen