128 Engelhardt, Daniel Friedrich. Engelhart, Gottfried. righeiten, und er wusste auch seiner Färbung das Gepräge der Hiiiinielsgegend auizudriiclfeii. Er malte mit hühnein und breitem Pinsel. In seinen Cfompositionen herrscht Leben und feurige Ein- bildungskraft, und überall Vertrautheit mit der Natur. Er hinter- liess eine bedeutende iknzahl von Bildern, einige von gfogßem Umfange. Meisterhaft ist seine Ansicht des Liviiierthals und jene bei Col d'Ollon in WVallis, Capo di Lago am Luganersee, die An- sieht ain Brieiizersee, Gasteig im Saneiithal, mehrere vogesische Ge- enden. g Engelhäl1'(ll1_W0hnte auf seiner militärischen Laufbahn mehreren Feldzügen bei. Später trat er in die Civilverwaltung seiner Vater- stadt Strassburg und da starb er auch 1828. Er versuchte sich auch als politischer und Iiunstscliriftsteller. lm Westpliiilischen Archiv von 1812 ist eine Reihe seiner Aufsätze in letzter Art. Er war auch einer der ersten, der die Aufmerksamkeit auf das hervorragende Talent des jungen Peter von Coriielius, der sich so grossen Rubin erworben, gewendet hat. Melireres über diesen Iiiinstler S. Zeit- genossen, III. Reihe, III. Bd., S. 92. Engelhart, Daniel, ein zu seiner Zeit berühmter Wappen- und Steinschiieider, dessen Neudörfer erwähnt. Er sagt, dass selbst Dürer diesen Engelhart als den gewaltigsten und l-iunstreiclisten Vvappenschneider, den" er in VVelscli- und 'I'eutscliland gesehen, erklärt habe. Dieser Iiunstler starb als Genanuter des Iiathes 1554. Engelhart, Sebastian, I-Iistorieri- und Portraitrnalcr zu München. Er malte heilige Darstellungen für Kirchen und Klöster, öfter den "geltreuzigteii Heiland. Für das hustschloss Nyiiiphenburg fertigte ei; die Bildnisse Carl VI. und seiner Gemahlin, und auch Iiaiser Josenh I. malte er in ganzer Figur fiir dieses Schloss. Sein Ster- _ bejahr ist unbekannt, wahrscheinlich erfolgte es erst gegen 1750. Engelliart, ein alter bayrischer Maler, der am Hofe Herzog Wil- heliifs um 1570 mehrere Bildnisse malte. Engelhart, Johann Andreas, Maler zu Nürnberg, und Schüler der Kunstschule jener Stadt. Auch der Unterricht des königlichen Gallerie-Inspektors Freiherr xfon Heller genoss er. Dieser Künst- ler malt Bildnisse und Historien. Engelmann, GOttÜtGd, Lithograph, wurde zu Mühlhausen 1'788 geboren. Dieser Künstler bildete sich auf der Akademie zu Paris unter Regnault, und er" hatte bereits mehre Zeiehuungsnreise er- halten, als er nach München ging, um sich mit dem Techni- sehen der Lithographie bekannt zu machen. Er erlernte diese Kunst bei dein Erfinder selbst und unter Ch. von Mannlich's Leitung um] er ist der erste, der in Paris nach seiner 1816 erfolgten Rückkehr diese neue Kunst einfiihrte. Das Institut ertheilte ihin dafür das günstigste Zeugniss und die Societe dkncouragernenc beehrte ihn mit einer silbernen Medaille, denn Engelinann ist ein treiflichei- Zeichner und schon seine ersten Proben, die_er im Steindruclte gab, erregten die schönsten Erwartungen. (116 1n_ Frankreich nicht getäuscht wurden. Die Lithographie gQWQDUlIIFFXIIS bald einen gras- sen Aufschwung, da sich selbst ausgezeichnete Ilunstler damit beschäf- tigten, und gegenwärtig nimmt diese reizende Adoptivtochter Frank- reichs mit ihrer in voller Iiraft blühenden Mutter die erste Stelle ein. Engelrnann gab von 1811 an mehrere Werke heraug, und diese sind, so wie die fruherii lithograghischen Erzeugnisse in München, theils als Dokumente der Entwicklungsgeschichte dieser jungen