Dyck , Anton van. nem Stallnieister und einem Pagen begleitet. Die Portraite Franz II. von Luc, Iiarl I. und Prinz Robert von der Pfalz, lsabella von l-lolland, Tochter Philipp II., Franz von Moncado, lVlai-quis von Aytone, das Bildiiiss van Dyck's, einige unbekannte Bildnisse. Iin Ganzen sind 20 Stucke im Museum. Auch in der Eremitage zu St. Petersburg sind mehrere Bilder von van Dyck. Besonders schön ist Suyer's Bildniss mit Frau und Kind, mit unubertreElichei' Wahrheit dargestellt. Sehr schön ist auch St. Sebastian, ein f; Sch. 5 Zoll hohes Bild. In der k. Pinakothek zu München ist eine bedeutende Anzahl von Werken dieses iVIeisters; 58 Sind im älteren Cataloge bezeichnet. Vorzüglich darunter ist der todte Christus auf dem Schoosse der Maria und von Engeln beweint, und die Madonna mit dem schla- fenden Iiinde. iFernc-r sind da die Bildnisse von Johann von Nas- sau, Alexander Scaglia , Lucas von Uden, des Generals Tilly, von Palamedes, Graf Albert von Wallenstein, Gustav Adolph von Schweden, Iiarl Malery, Heinrich Liberti, das des Bürgermeisters von Antwerpen, lebensgrosse Figur, jenes der Maria Ruthven, van Dyck's Gemahlin, mit einer Bassgeige; Herzog VVolfgang von Neu- burg. Franz Snydefs, van Dyck's eigenes Bildniss, Johann Breug- hel, Peter Snayers, Johann de Wael, die im Lehnstuhle sitzende Gattin des Künstlers niit einem Kinde, Colin de Nole , etliche un- bekannte Bildnisse, und auch einige Historien und heilige Bilder. Anerkannt eines der höchsten Meisterwerke in der Portraitir- kunst ist die Bürgersfrau von Antwerpen in derselben Gallerie. Man setzt dieses Bild gewöhnlich in die Reihe der schönsten Bild- nisse Titiaifs. Domherr Speth in München besitzt das kleine Bildniss eines Unbekannten, worauf van Dyck seinen Namen gesetzt hat, durch- scheinend auf dem rothen Grund. Eine solche Bezeichnung kommt bei diesem Künstler selten vor, und das Bild ist ausserdem auch noch wegen des Autographum merkwürdig. Die k. k. Gallerie zu Wien besitzt von van Dyck mehrere schöne Stücke, und besonders meisterhaft Samson von den Philistern über- wältiget. Van Dyck malte die Darstellung aus demuLeben dieses jüdischen Herkules bei Dalila wie ihn die Philister uberwältigen, noch einmal. Man hat bis auf unsere Zeit den VerlustdiesesMci- sterstückes bedauert, und erst 1850 fand man es zu Maestriclit, wo es länger als ein Jahrhundert verborgen lag. Snyers hat es gestochen. Den jetzigen Besitzer kennen wir nicht namentlich. Im Belvedere sind ferner: das schöne Portrait des Philipp Ineroy mit dem Windhund; Johann von Montfort, Franz Seraph mit dem Crucifixe, Karl, Ludwig und Ruprecht, Söhne Friedriclfs V. von der Pfalz, als Knaben dargestellt; Maria auf dem Throne, Chri- stus im Grabe von der Mutter, Johannes und Magdalena beweint. Minerva erhält vom Vulkan die Rüstung, die unbefleckte Empfang- niss, Karl Scribani, die Infantin Isabella Eugenia, Iiarl 1. von England, Franz Moncado in schwarzer Hofkleidung, die reuige Magdalena, mehrere schöne unbekannte Bildnisse. Mehrere Bilder dieses Meisters sieht man auch in der Gallcrie Lichtenstein zu Wien: eine schöne Grablegung und Bildnisse er- ster Klasse, wie das der Fürstin Louise von Thurn undTaxis und ein anderes, das man gewöhnlich Wallenstein nennt, u. s. w. In der Esterhazyischen Gallerie daselbst ist ein sehr interessan- tes Conversationsstuek: eine musikalische Gesellschaft, Worin W111 Dyck als Violinspieler zu sehen. Dresden besitzt von ihm eine schöne Danaii und mehrere vor- tireßliche Bildnisse, unter denen Iiarl NI. von England mit seiner