504 Diiring, Johann Michael. Albrecht. naiv Ch 3 Diircli weiss seinen Köpfen charakteristischen Ausdruck zu er- theilen, und auch die Stoffe gut darzustellen. Dürmg, Jühann lvnchael: Kunstliehhaber, wurde 178? ZlIMElflit- scheinfeld in Bayern geboren, und später trat er auch in bayerische Staatsdienste. Er zeichnete, malte in Miniatur und stach einige Blätter in Kupfer, die mit einem Monogramtne bezeichnet sind. Ausführliches über diesen Dilettanten meldet JäCli im Pnntheon der Iiiinstler und Literaten Bainbergs. Er besitzt auch eine schöne Kunstsammlung. Düringer, Danlel, Maler und Aetzltiinstler von Stecliburn im Can- wn Thurgau, malte anfangs Fayeneegcfiisse und später viele Bild- nisse und Ilandschaften, von denen erstere nur Larven und letz- tere widcrliche Produkte des Manierismus sind. Grösseres Ver- dienst besitzen seine geätzten Blätter mit Landschaften, die sehr leicht behandelt sind, oft trefflich sind die Hintergründe und Lüfte, weniger die Stadage des Vorgrundcs. Seine erste Arbeit war ein Heft mit Bettlern, die mit Beifall zinfgcnommen wurden. Von ihm sind auch die meisten Blätter in den Fabeln Ludwig Meyers von Iinonau, seines Schwiegervaters, und 1769 gab er eine gründliche Anweisung zum Laindschaftszeichncn auf zwölf Blättern heraus. Diiringcr wurde Bürgermeister und nachher Stadtainmann seines Geburtsortes und starb 1786 ohngefälir 65 Jahre alt. Dünner, F. V., S. Durxner. DÜPBP, Albrecht, Maler, liupferstecher, Formschneider und ein noch in andern Künsten erfahrner Mann, wurde 1471 zu Nürn- berg geboren. Sein Vater stannnte aus einem ungarischen Ge- schlechte, das iin Dörfchen Eytas bei Jula Landwirthschaft trieb. Sein Grossvater Antuni verliess den Bauernstand und kam nach Jula, uin die Goldschlnietleliunst zu erlernen, und auch Dürerü Wtter, der ältere Albrecht, ward Goldschmied, ein künstlicher rei- ner Mann, wie unser Meiser ihn nennt. Dill-er's Vater hieltsich auch lange in den Niederlanden auf, in den Werkstätten grosser Künstler, zuletzt (1455) zog er aber gen Nürnberg, wo er bis 1467 bei dem berühmten Goldschmied Hiero- nymus Haller arbeitete. In diesem Jahre gab ihm Haller seine Tochter Barbara zur Ehe, mit welcher er achtzehn Iiinder erzeugte, und unter diesen war unser Albert das drittgcborne. Albrecht war des Vaters Liebling, denn er eisgrid alles mit Thä- tiglieit und zeigte schon als Knabe, dass in ihm einst ein grosser Mann reifen werde. Nachdem er Lesen und Schreiben gelernt, hielt ihn sein Vater an, mancherlei Vorfallenheiten nach dem Leben zu zeichnen, und er führte ihm die schwache Hand so lange, bis sie Iiralt gewann, einen Abriss aus freier Hand machen zu können. Dieses sollte Vorbereitung zur Yrofession seyn; denn der Vater lehrte ihn das Goldschmiedehandwerli. Ohne Neigung zu diesem seinen Berufe arbeitete er dem Vater zu Gefallen bis in sein sech- zehnten Jahr, und dass er seine Zeit nützlich verwendet, bewies er durch die sieben Fälle Christi, in Silber getrieben, ein Werk, das Jedermann bewviiutlerte. Zum (äolilschmiedc liihlte er sich nicht berufen und nur aus Liebe ztnn Vater folgte er dem Wunsche des letzteren. Er war zum Iiunstler geboren, und mit den Jahren nahm auch der Hang zur lllalßrei Zu- Zuletzt konnte er diesem nicht mehr widerstehen und so sah sich endlich auch der Vater genöthiget, den Sohn seiner