Dietherr , Paul. Ditrich, D ietricy. auch 393 stellte in den drei griisscren ohlongen Flächen die Erziehung, den Brautzug und die Kämpfe des Bacchus dar, und die zwei kleine- ren enthalten Iiindergruppen und Ziige mit Beziehung auf die Mythe und den Dienst dieses Gottes. Das mittelste und grösste unter diesen Gemälden stellt den festlichen Zug des Bacchus und der Ariadne dar. In diesem interessanten Kunstwerke verband der Künstler mit ei- ner sicheren und bestimmten Zeichnung ein kräftiges Colorit, die Gestalten sind in ihrer charakteristischen Bedeutsamkeit aufgefasst und die Formen treten in festen Umrissen deutlich hervor. Im Jahre 155d. wurde in der Kirche zu Schenunerg sein grosges Altarblatt mit dem heiligen Martin vunÄlfours aufgestellt, ein Bild, das vielseitigen Beifall fand. Dietrich malte auch noch mehrere kleinere Bilder und mit be- sonders schönem Sinne behandelter biblische Gegenstände. In den Bildnissen verbindet er mit individueller Wahrheit eine treff- Iiche Färbung. Im Jahre 1855 wurde er zum Prefesssor an der k. Kunstschule ernannt. Dlßtheff, P3111, Miinzmeister und Stempelschneider, schnitt die Stempel zu den Dukaten, welche 159g der Fiirstbisch0i' zu Bam- berg, Johann Philipp Gehsattel, aus dem Cürnthnergold prägen liess. Auf dem Avers sieht man die Stiftspatrone, Baiser Hein- rich und Kunigunde, die Dumkirche haltend, und den Revers ziert des Fürsten Bildniss. In AypePs Münzen und Medaillen der geistlichen Fürsten ist dieser schöne Dukaten nicht angezeigt. Dietisalvi. s. Diotisalvi. Dlellrlßll , H- VV- , ein unbekannter Maler, nach welchem Sanclrart das schöne Bildniss des Grafen Johann Ernst von Octtingen ge- stochen hat. Ein anderer Dietrich war Rembrandtfs Nachahmer, aber seine Lebensverhältnisse konnten wir nicht erfahren. Dietmar, Heinrich, auch Dietmer und Ditmar. s. Din- 111er. Dietrich, JOlIHIIII, Bildhauer zu München, der besonders gut in Holz arbeitete. Auf dem Biirgersaale ist von seiner Hand ein Chri- stus am Iireuze nebst der Maria, ein schönes ausdrucksvolles Bild- werk, das aus der ehemaligen Franziskaner-Kirche, die auf dem jetzigenMaxjosephsplatze stand, dahin gebracht wurde. Er baute auch Altäre für verschiedene Kirchen und erlangte zuletzt seiner Ge- schicklichkeit wegen den Titel eines Hofbildhauers. Des Cruzifixes erwähnen auch Westenrieder und Rittershausen, ohne jedochNähe- heres über die Lebensverhältnisse dieses Künstlers zu bestimmen. Ültrich, auch Dietricy, Christian Wilhelm Ernst, Land- schaftsmaler und Iiupferstecher, geb. zu Weimar 1712, gest. Zu Dresden 1774- Dieser vorzügliche Künstler, einer der besten des vorigen Jahrhunderts, welche die deutsche Schule aufzuweisen hat, lernte die Anfangsgründe der Kunst bei seinem Vater, widmete sich aber später unter A. Thiele der Landschaftsmalerei, allein sein an- äebornes Talent nützte ihm mehr, als aller Unterricht. Er erregte aher bald Aufmerksamkeit und besonders war es der lsunstliebende Graf Briihl zu Dresden, der den Künstler beschäftigte. Er malte in den Palliisten und Schlössern dieses Ministers tuehrere Bilder,