Clotz, Valentin. Clovio , Jnlio. 019W! Valentin: Zeichner und Landschaftsmaler der xiieäerlänfli- sehen Schule , aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Semß Lebensverhältnisse sind unbekannt, man kennt ihn nur aus selnen Werken, die aus Ansichten von Städten, Dörfern und Landschaften bestellen, und mit cler Feder und ostindische 'I'inte meisterhaft gelßlßhnet sind. Er lebte vielleicht in Maastricht. Van Eyndell und van der Willigen Gesch. der vaderland. SChildCYli- I. 192. 010m: Hubert; Miinzmeister und Meclailleur zu Günzburg um 1766- Er soll einige seiner VVei-lae mit SC bezeichnet haben. Clonct oder Clowet, Albert. s. Clowet. Clouet, Pierre. s. Clowet. Clouet, Franz, genannt Janet, Maler von Tours, arbeitete um 1540 zu Paris, und malte schöne Bildnisse in Oel und Miniatur. In Fontainebleau sind von ihm die Bildnisse Franz I. und Hein- rich Il. Flipart, Morin u. a. haben nach ihm gestochen. ClOVCT, l, ein geschickter jetzt lebender englischer Genremaler. CIOVIO, D. JUllO , genannt Macedo, berühmter Miniaturlnaler aus Croatien, geb. zu Grisone 1.198, gest. 1578. Er ergab sich anfangs der grössern Malerei, verliess aber diese auf Anrathen des Giu 0 Romhnonnd widmete seine Thätigkeit der Miniaturmalerei, worin er den Unterricht des Girolaniu dai Libri genoss, und es zu einer hohen Meisterschaft brachte. Seine Zeichnung irerriith Studiunr des Michel Angele und der römischen Schule, sein Colorit ist höchst anmuthig und die Vollendung erstreckt sich bis auf die geringsten Gegenstände. Alles hat classisches rafnelisches Gepräge. Huard hist. de la peinture italienne Paris 1854 S. 14g behandelt diesen liiinstler zu geringe. Er spricht ihm nur einiges Talent zu und sein Culorit nennt er schwach und blass. Huard muss also den Iiiinstler nur nach einem verdorbenen Werke heurtheilt haben. Er malte grösstentheils für Fürsten und Herren, in deren Bücher- sammlnngen man von ihm bewunderungsrviirdige Miniaturen findet. Vasari erwähnt eines JWIessbuches, welches Clovio für den Cardinal Alexander Farnese verzierte, mit grosscn Lobeserhebungen. Die Laurenziana bewahrt einige seiner schönsten Arbeiten. In Privat- sammlungen sind sie selten, obgleich der Künstler eine Menge kleiner Bildnisse und auch kleine Bilder verfertigt hatte. Auf der Bibliothek zn Mailand ist eine Iireuzabnahnie von rafaelischem Geiste. {in Palais Stowe in England ist ein Manuscript mit Minia- turen von Clovio das interessanteste Werk der Sammlung. In der k. Sammlung zu Neapel ist sein von ihm gemaltes lebens- gäifäses Bildniss, ein Beweis, dass Clovio nicht bloss treFFlich in lniatur malte, sondern auch das Talent fiir die grössere Gattung besass. Es ist nbrtrelllich in Charakter und Farbe. Clovio trat bei Anlass der Pliinrlerung Roms in den geistlichen Stand und wurde regulirter Stiftsherr in Scopet, wurde aber auf Vorspruch seines Gijnners, des Card. Grimani, wieder entbunden, und rvard weltlich. Es wurde mehreres nach ihm gestochen, na- melzthch auch von dein grossen Dürer, der seine Werke hoch SChatT-te- Ausser Diirer arbeiteten nach ihm Ph. Thoniassin, D. 31313113110. C. Cort und Andern. Heinecke fiihrt 30 nach ihm ge- stuchene Blätter an, alle geistlichen Inhalts. Das lrühcste ist 1542 bezeichnet.