543 Cinciaruli. Cinqui oder Cinque , Griovanni. in diesem Sinne das Wort xaraypcigar) als einen terminus teclmicus. Es findet sich auch auf keinem Vasengemälde ältern Styls eine Fi- gur mit nach vorne gewandtem Gesichte; erst auf denen von spä- terem Style, wie auf der Poniatoivsliy-Vase, nimmt man auch Köpfe on fage wahr. Cinclaroll. S. Cignaroli. CIHCIHIIatÜ, 301111110; Maler aus Florenz, erlernte in Rom bei Salviati die Kunst, und hatte sich in dieser Stadt auch bereits Ach- tung erworben, als er 1567 nach Madrid ging, um in die Dienste Philipp's II. zu treten. In Spanien sind auch seine meisten Arbei- ten. Der Herzo von Jnfantado vertraute ihm in seinem Hanse zu Guadalaxara ärescogeinälde an, und ein anderes Gemälde führte er für die Iiapellc S. Manrizio im untern lriloster des Escurials aus. Ein Hanptgemälde von seiner Hand ist die Beschneidung Christi im Jesuiten-Collegiilm zu Cuenea. Im Museo del Pardo ist jetzt seine Marter des heilÄ lYIaurizius, die Thvansfiguratiun und das Ahendmal. Dieser liüixstler starb 1600. Cincinnato , Diego und Francesco Bomulo, Söhne (lesohi- gen, bildeten sich in Rom zu geschickten Künstlern, die beson- ders im Portraite sich auszeichneten. Der erstere malte in Rom das Bildniss Urbaifs VIII. und wurde in den Ritterstand erhoben. Er starb 1625 und sein Bruder 1656. Cmello, nach Ticozzi Cellino, ein Bildhauer, der um 1551 zu Pistoja arbeitete, und zwar in der Kirche S. Giovanni Rotondo, deren Bau er ebenfalls nach Andrea Pisanrfs Zeichnung leitete. Von ihm ist auch das Monument des Cino von Pistoja, der 1557 oder im folgenden Jahre starb. Cinello erwarb sich durch dieses Werk Lob, aber es galt immer für eine Arbeit des Andrea von Pisa. Dieses Künstlers erwähnt Cav. Cialnpi in den Memorie stor. de piü illnstri Pisani II. 208. Cmganelll, Michel Angelo oder bluss Mlchele, Maler, war ein Schüler von Pocetti, und bliihtc um 1600. Er wetteiferte mit den besten florentinischen Künstlern, und malte sowohl in Oel als in Fresco. Werke von seiner Hand sind in der Cathedrale zu Pisa. Dieser Künstler scheint nicht nach Verdienst gewiirdiget zu seyn. Cingiaroh, Martmo. s, Cignaruli. Cilllsßnl, Maler zu Mailand um 1620. Er war ein Schiller des C. Procaccini, und malte für die Kirchen der bezeichneten Stadt. Lanzi schätzt ihn nicht hoch, wenn er sagt (II. 447. d. er könne in seiner Geschichte wohl fehlen. Clllqllüntlfl; ein Künstler, von welchem man, nach Fiisslfs Angabe, Figurenzeichnnngen in den Kunstcabineten linder. Cinqui oder del Cmque, Gxovanm, Maler zu Flurenz, geb. 1667, gest. 1745- Er war einer der besten Schüler DandinYs, für den er viele Werke ausführte, malte aber selbst eine grosse _Mcnge Bilder in Oel, besonders Purtraite. Die Leidensgeschichte fur Gus- mns III. hält man für das Beste. Weniger hatte er in brcsco zu malen. In der llorentinischen Gallcrie ist sein Bildniss, ein Beweis, dass er zu seinerZeit zu den vurziiglichsten Künstlern gezählt wurde.