6 53 Ciceri , Bernardino. Cierings , Johann. In derselben Iiirche sieht man von Ciccione in der gothischen Kapelle Caracciolo das Grabmal des Sergiani Caraccioli, des Sene- schalls der Königin Johanna, welcher das Schicksal des Essex theilte. Dieses Monument, in welchem ein besserer Styl herrscht, begann der Künstler 15,32. Die Form hat Aehnlichheit mit dem Mausoleum des Königs. Ciccione war auch ein geschickter Architekt. Nach seinen Zeich- nungen und theils unter seiner Leitung erhob sich das Kloster Monte Oliveto mi-t der Kirche, der Pallast des Bartolomeo von Capua, das Iiloster S. Severino mit der dorischen Säulenordnung etc. Dieser Künstler starb nach Domenici I. p. 87 im Jahre 1455, Ticozzi aber lässt ihn schon vor 14110 sterben. Clcerl, Bernarrlmo, ein Maler aus Pavia, geb. 1650, gest. 1113. Er war nach I,anzi einer (kr besten Schüler des C. Sacchi und bildete sich zu Rom zum eschiekten Praktiker. Man sieht von ihm grosse und kleine Tafeän, die in einer zarten Manier und mit gutem Culorite gemalt sind. Sein Bruder Johann Baptist arbeitete für die Iiirehen seiner Geburtsstadt, so wvie dessen Sohn Bernardin. clßßrl, PICTTC LUC Charles, ein Delaorationsmaler zu Paris, wurde 1782 zu St. Cloud geboren. Er widmete sich Anfangs der Musik und trat ins Conservatorium. Um 1302 verliess er seine Bahn und studirte unter Bellange Architektur, zuletzt aber ergab er sich bei Degoty ganz der Dekorationsmalerei , und fertigte be- reits mehr als 500 Dekorationen für die Schnubiihnen. Im Jahre 1810 rief ihn der Iiönig Hieronymus nach Cassel, und auch in London malte er mehreres für die Theater. Er ist Dekorateur der Hufleste, und daher leitete er die Iirönungsfeierlichlseiten und viele andere Feste. Ciceri hat sich auch als Aquarellmaler bekannt gemacht, und seine Verdienste erwarben ihm die Stelle eines Mitgliedes der Ehrenlegion. Clßügflafü, LCOPOIÖ, Grafvon, Präsident der Akademie der Künste zn Venedig, ein rastloser Iiunstforscher und Verfasser der Storia della scultura, Venezia 1815-18, ein Prachtwerk in ful. Er malte auch ärosse Landschaften in Oelfarben, deren er einige 1825 zur Ausste lung brachte. Diescr-thiitige lWIann starb 1854i. Sein Sohn Francesco verl'erti_ et trelTliche Federzeichnungen, unter denen man besonders eine Earstellung aus der Fabel der Psyche rühmt, die nach einem zu Florenz aufgefundenen Gemälde gemacht ist, welches man Rafael zuschreibt. Clßügnlnl, ADIOHIO, ein Maler des 15. Jahrhunderts, von welchem sich bis 1788 in der Kirche S. Antonio Abate zu Cremona zwei Gemälde befanden, welche die heil. Jungfrau mit dem Iiinde und dem S. Ümobonu darstellten. Nach dem Abbruch der Iiirche kamen sie nicht mehr zum Vorschein. Man kennt also jetzt keines mehr von diesem Künstler. C1600 , NICOIÜ, ein Maler zu Florenz, dessen Andenken verschwun- den ist. Vasari zählt ihn unter D. Ghirlandajo's Schüler. CICIIDgS; Jühilnll, ein Landsehaftsmaler, der in England gelebt haben muss, wenn niilnlich Bryan I. p. 600 nicht ixn Irrthume ist. Dieser Schriftsteller glaubt, Descamps nenne den Künstler irrig Alexander, was nicht der Fall ist, denn in der königl. bayer. Gallerie