504 Chaudet , Anioine Denis. Parls vortlieilhaft bekannt machten, ist ein Basrelief, welches er iiir das Peristyl des Pantheou verfertigte, und das einen sterbenden Soldaten vorstellt, den der Genius des Ruhms unterstützt. Grosse Anerkennung fand 1796 auch die colossalc Gruppe, welche den Öffentlichen Unterricht vorstellt, und zu Anfang unsers Jahrhun- derts waren besonders die Statue des jungen Cyparissus mitdem Hirsch, jetzt im Conservatorium, und jene des Hirten, der den Oedipus als Kind vom Tode rettet, diejenigen WVerke, welche sei- nen Ruhm begründeten. Der letztere ist eines der besten Erzeug- nisse der modernen Seulptur, und ein Amor in natürlicher Griisse erhöhte noch besonders den Ruf des Künstlers. Ein grossartiges Werk war die Hi Fuss hohe Statue Napoleons auf der .Triumiili- siiulc des Platzes Vcndorne. Sie stellte _Napoleoi1 im Costiime eines römischen Kaisers dar, mit Lnrbeern gekrönt, geharnischt und mit dem Feldherrnmantel bekleidet, wie er sich mit der einen Hand auf das Schwert stiitzt, und mit der andern den Globus mit der Siegesgiitliil hlilt. Diese Statue war aus einem Gussc, nur der linke Arm und das Ende der Draperie wurde angefügt. Diese 5000 Pfund schwere Bilclsiiule, mit deren Formen Napoleon nicht zufrieden gewesen seyn soll, sollte die verbiiutletcn Mächte in Paris einzogen, durch die unsinnige Bemühung eines Volkshaulens umgestürzt werden; allein die Tersuche, den Coloss Jlietlcrzureissen, blieben fruchtlos, obschon mnnangelangen hatte, die Fiisse mit Meisseln abzuschlaeen. Ein später erfolgter Befehl verordnete eine sicherere llllassregdl; es wurde niimlich mn die Säule ein zweclsmässig eingerichtetes Gerüst angebracht; die Fiisse wur- den in der Höhe der Iinöchel sihgesiigt, um so die Statue lierah zu nehmen. Anfangs brachte man sie zum Giesscr Dclaunay und spiiter wurde sie zum Gusse der Statue Heinrich IV. verwendet. In_den Tagen der Juliusrevolution;vvrollti: man die {Statue Napof leoifs wieder errichten, und bei dieser Gelegenheit entdeckte der G'icss.ei' der Statue I-Ieinriclfs, dass er im linken Arme dicsesuliö- nigsidiß F" ur Napoleoifs im Kleinen angebracht, iinjliopfe: die Anzeige dües Depositums gemacht, und im Bauche des Pferdes einiäe liiistchen mit Liedern und Pamphleten jener Zeit ange- bracit ahe. Chaudet verfertigte auch für den gesetzgebenden Corps die Sta- tue des Iinisers und Büsten desselben, die ihm, so wie jene der Iiaiserin, grossen Beifall erwarben. Eirge _co_lossale Statue Napo- leon's, von diesem Künstler gefertiget, ist auch im königl; Museum zu Berlin. f Einige seiner Basreliefs sieht manam Plafoinl des zweiten Saales im französischen Museum, die Malerei, Sculptur und Architektur vorstellend. 111i Innern des Louvre ist von ihm ein allegoiiisches Basrelief, welches die Dichtkunst vorstellt. Besonders! 11-1 jßfwiih- 'ne_u sind noch die Statue des Cincinnatus, welche in deiri_Ver- sammlungssaale des Senates aufgestellt wurde, die des GeneralsriDu- gomier, beide in Marmor; der Frieden, eine, silberne SIIIRYLIQWVOIL sechs lfuss Höhe für den Pallast der Tuilericu; die zarte Marmor- grujipe von Paul und Virginia; die Büsten von Sebastian Buurdon, llehsar in Bronze, Malesherbes, Denon, Fourcrois, Card. lYlauri, Sabathier, David Leroi u. s. w. Die beiden letzteren gehören zu Chaudc-Fs beriihlntesten Werken. Im Luxembourg ist von diesem Iiiinstler ein Gemälde," das ein treliliches Talent fiir diese Kunst verriith. Es stelltheneasunnt An. chiscs vor, der aus dem brennenden Troja flieht. Man ruhnit da- ran die schöne Cumpositiou, die richtige Zeichnung und m ltufaeYs Geist gemalten liopi" der Creusa. Seine Ideen sind 111er-