314 Campbell, Campen. denn es gebrach ihm an schöpferischem Geiste. Er stellte Bill grusses architektonisches Werk ans Licht, unter dem Titel: Vitru- vius Britannicus, welches in drei Foliobändenu erschien, und starb 1754 als Aufseher des Baues am Greenwicher Hospital. Campbell, T-y ein jetzt lebender englischer Bildhauer, der sich in Italien zurn geschickten Künstler bildete. Er reiht sich würdig den jetzigen Idlldhauern Englands an, und bewährt durch treffliche Werke SeinenNSmn für Correktlmeit und Reinheit der Form. Diese bestehen H1 Bustcn und Statuen, sowohl in Marmor, als in Bronze. Campßdßlli, ein geschickter jetzt lebender Landschaftsmaler aus Bu- logna. Er nahm sich Poussin zum Muster. Campegni, Damiano, ein spanischer Bildhauer, der sich um 1810 zu Rum bildete. CümPCHO, ein Maler, lernte bei Michel-Angelo, und lsam später nach Portugal, wo er seines lYIeisters Blanicr einführLe. Er machte sich berühmt, und! wurde daher von Johann III. zum Hofmaler er- nannt. Bliihte um iöllO. CEIIIIPCH, tläl-{Cib van, Maler und Baumeister von Harlem, ein Iiiinstler aus einer angesehenen Familie und Herr von Bambraeeli oder Rambrock. Er lernte die lWalei-ei bei Brunclsliorst und Ru- bens, betrieb siefaber stets nur als Dilcttant und verschenkte seine Gemälde, die in Rubens Weise gefertiget, aber minder glänzend im Colorite sind, nur an seine Freunde. Campen besuchte auch Rom, denn er war stets auf seine Aus- bildung bedacht, allein in Rom zog ihn besonders die Baukunst an, und er erlangte auch wirklich den Ruhm eines trelflichen Ar- chitekten. Er bewies dieses durch den Bau des Stadthauses zu Amsterdam, das er mit eben so viel Talent als Pracht ausfiihrte. Dieses ist, ohne Vergleich, das schönste Gebäude in Holland. Die Grossartigkeit der Massen, die Regelmässiglseit des Plans, die Schönheit der Construction, der Reichthum der Verzierungen, die Trefflichkeit der VVerlie der Iiunst, welche es eiuschliesst, alles trägt dazu bei, diesem VVerke einen Platz unter den ausgezeich- netsten neueren Denkmälern der Baukunst einzuräumen. Eine nä- here Beschreibung gibt Quatremere. Ausserdem erbaute er zu Amsterdam auch ein Theater, und er- richtete mehrere Mausoläen zu Ehren berühmter Admirale. Im Haag liess Moriz von Nassau einen Pallast durch ihn erbauen. Noch ist zu bemerken, dass van Campen von allen seinen Wer- ken keinen Vortheil zog, denn er war selbst ein reicher Mann. Ueber das Rathhaus zu Amsterdam gab er ein Werk heraus, un- ter dem Titel: Afbildung van Stadt-Huys van Amsterdam in dartig coopere Plaaten, geoordneert door Jacob vad Campen, en getehnet door J. Vennekol. Amst. iööl-Öll. gr. fol. Im Jahre 1665 erschien eine lateinische Ausgabe, unter dem Ti- tel: Prospectus curiae Amstelodamensis, inventus a J. J. van Cam- pen etc. 2 Voll. fol. Jakob van Campen starb nach Weyermann zu Amersfort 1657, wie die Grabschrift besagen soll; Quatremere aber gibt 1658 als das Sterbejahr dieses Künstlers an. Gampen, ein unbekannter Marinemaler, von dem sich noch einige Bilder finden. Die Zeit seines Lebens ist nicht zu bestimmen, doch scheint er dem 17. Jahrhunderte anzugchören.