Bos etc., Hieronymus. Gtc- v Bos Cornelius. 65 untergegangen, von denen Argote de Molinasin dem libro de la Monteria del rey D. Alonso, Nachricht gibt. Sieben davon stell- ten die Versuchung des heil. Antonius dar, das achte war das Bild- iiiss eines monströsen NVesens, das nach dreien Tagen das Altei- Yon sieben Jahren zu haben" schien. Die liirche zn_ St. Doiningo in Valencia besitzt zwei (Jeinalde von Bosch, deren eines eine 111'0- niiiig des Heilandes mit der Dornenkrone, wie sie auch im Escurial von demselben gesehen wird, (las andere aber den Heiland schil- dert, wie ihn die lirieger gebunden fortführen. Beide Tafeln be- finden sich an zwei Altiiren der Iiapelle der Könige. Der schon genannte D. Felipe de Quevara warnt, nicht alle dein Bosch zu- geschriebenen Geiniilde fiir Licht zu halten, da andere durch den Preis, in welchem seine VVerke standen, angelockt, sie nachahm- tcn. Unter diesen, sagt er ferner, sei einer der vorziigliehsten ein Schüler des Bosch gewesen, der entweder aus Verehrung fiir sei- nen Meister oder aus Eigennutz seinen VVerlicn den Namen des Meisters beigesetzt hat; diese Gemälde aber kämen den Werken des Meisters an Geist, Erfindung und Ausführung näher, als die der übrigen Naichahiner, und seien desslialb CHIPflEhlGHSWCNlIGP. Ansser den schon nn 16. Jahrhundert nach Hieronymus Bos ge- fertigten und von (locla verlegten Iiupterstichen gibt es noch unter andern ein niit der Unterschrift: Aiix quatres vents versehenes kleines Blatt nach demselben lYIeister, dessen Entwurf so geistreich, als originell ist. [in Vorgruntle erblickt man unter einem Zelte die Nairrheit in Gestalt eines behriinzten alten Weibes, iiber die Narrenbrut sorgsam sitzend. Linlas füttern und tränken zwei nar- renhaft gestaltete und gekleidete VVesen die gierig der Speise har- rende Brut, rechts schlagt ein Narrengreis iiiit der Sehellenlsaplie die Cymbel , wahrend ein )uiiges Nerrehen dazu springt. Man schreibt Bosch die Stücke zu, die Jer. Bosche und Bos be- zeichnet sind, ohne den Namen des Steehers. Sie sind alle sehr selten, und werden theuer bezahlt; so galt das jüngste Gericht, ein Blatt in Fol., bei Durand 450 Fr. Der Elephant, ein allegorisches Stiiela in Fol., bezeichnet H. Bus inv. Paul de la llouvxe exc., wurde bei Winckler uin Ö Tlilr. erstanden. Hiehier gehören noch: Die Versuchung des heil. Antonius, 1522, Holzschnitt in Pol. St. Christoph trägt das Jesuslxind über das Meer. iVIan sieht noch einen Eremiten mit einer Laterne und verschiedene grot- teske Fi uren; Fol. Die 'l'anfegChristi, mit dem Namen Bos; Pol. Eine Menge grottesker Figuren. Unten liest man: Al dat op etc. Jer. Bosche inv.; Fol. Ein ähnliches Stück: Dese Jeroniinns Bosch droller; Fol. k Die {meisten dieser Stücke findet man unter Hieran. Cocks-Wer- 911 au gezeichnet. d hunstblatt 1322 (Meisel). Hubers Handbuch V. 72. Vgl. auch en Artikel A. Dürer. (Seine Werke in Madrid). B05! Bosch oder BUS, 00111811116, geschickter Iiupferstecher, zelchflef und Iinpferstiehhäntller, geb. uin 1510. Dieser Iiiinstler 1191111111119; nach Italien, und liess sich zu Rom nieder, wo er einen Iluplßlistichhandel errichtete. Er scheint von Geburt ein Deutscher Qdßr ISla1l1aiitlei' zu seyn, denn einer seiner Stiche ist init Corne- lius B118 195:"; bezeichnet. Einige glauben, er sei von Herzogen- busclt scbylrhg, und verwechseln ihn mit llieron. Busch. Was sei- nen btyl iin Stechen betrifft, so scheint er sich nach Marc de Ra- Yena und Eneas Vieus gebildet zu haben, er brachte es aber nicht 7-11 dem nämlichen Grade von Vollkommenheit, erist trockener in ßYiglerÄs Ifiiinsller-Lex. II. B61. 5