Borzoni, Francesco, Sohn des Obiägeg, gebt iöäß. geshligzg, machte sich durch Landschaften un eestnc e as vorzii ic en Iiiinstler bekannt. In seinen Bildern herrscht viel Natur iindgWahr- heit, denn er setzte sich gleich Backhuysen oft den Wilden Stür- men aus, um den Iiainpf der Elemente zu beobachten. In der Landschaft nähert er sich dem Geschmacke des Claude Lorrain und Salvator Rosa. Er kam in die Dienste Ludwigs XIV., und ver- fertigte viele bedeutende Werke, die in Frankreich zerstreut sind. Sein Bruder Giov. Battista arbeitete im Charakter seines Va- ters, starb aber jung, und Carlo, ebenfalls ein Sohn _Lucian's, "1657 an der Pest. Dieser legte sich mehr auf das Portrait. Bos, Abraham. 5130m. Bos, Herrniann. s. 13003. BOS, Cäsar van der, auch BOSCll, Zeichner und Marinemaler, geb. zu Hoorn in Nordholland 165d, gest. IÖÖÖ. Er war Schii- ziiiinierniaiin, brachte es aber in der Zeichnung der stillen und be- wegten See und der SchiiTe so weit, dass Kenner dariiber erstaun- ten, und der berühmte Bronclihorst gestand, _dass_er in dieser Gat- tuiig nie etwas Besseres gesehen habe. Es gibt eine Menge schö- ner Zeichnungen von ihm in den Händen der Liebhaber, und da- her ist er mehr von dieser Seite bekannt. Bos, Bosch und auch Bosco, Hieronymus, mit am zum- men der Lustige, lYIaler, Formschneider und Iiunferstecher, von llerzogenbusch gebiirtig, von welcher Stadt sich Yielleicht selbst, nach ilainaliger Sitte, sein Name herschreibt. Seine Lebensjahre werden weder von Iiarl van Mandel", noch irgend wo anders be- stimmt. Dcscaiups fiilirt ihn, ohne den Grund idavon anzugehen, unter dein Jahre 11150 an. Von seinen Lebensumstiinden ist eben- falls nichts bekannt, es bleibt uns nur übrig, von seinen Werken Einiges zu sagen. begabt mit einem, von höchst reger Einbildungs- kraft getragenen originellen Geiste, erging er sich am liebsten in dem Gebiete jener Phantasinen, die kaum noch Aehnlichkeit mit menschlichen Gebilden haben, und satyrisch die Kehrseite der Welt auPfassend, spottete er des Menschengeschlechtes, höhnte dessen Laster und gefiel sich, ihm am Ende der gahn die Qualen der Hölle zu schildern. Dazu hatte ihm die atur un emeine Leichtigkeit verliehen; er vollendete seine Gemälde mit eineiäWurf, ohne die Farben mehrere Male aufzutra en, ie er mit Oel berei- tete, und noch jetzt prangen seine oifiginellen Schöpfungen mit Farbenfrische auf dein weissen Grundiä. AIn den Gewändern zeigte er, wie im Uebri en, Geschmack un nmuth; seine Manier ist Weniger hart als die seiner Zeitgenossen. Die vielen von ihm in Spanien befindlichen Gemälde (im Escu- rial befinden sich sieben auf Holz emalt) berechtigen fast zu glau- ben, dass er in diesem Lande geleit habe. Mehrere Schriftsteller und unter ihnen Pater Orlaiidi behaupten, er habe seine sich sehr auszeichneiide lYIanier im Escurial ausgebildet, allein dieses wird durch eine bestimmte Nachricht widerlegt. D. Felipe de Quevara Panlllcll, ein Hofjuiiker Iiaiser Iiarl V., erwähnt dieses Künstlers iu den Cominentaren, die er in der Mitte des 16. Jahrhunderts Sßllrißb, 1118 der Bau jenes grossen Klosters noch nicht unternom- men W813 11ml sagt von seinen Gemälden, dass sie schon damals mit Pülirla und Schmutz bedeckt gewesen seyen. Auch sagt Pater Siiuenza, der ausführliche erste Beschreiber des Baues und de! S" 5119 395, ESCurials, nirgends, dass er Bos gekannt habe, da er