Berniui , Johann. 455 Bronze, deren Gewicht sich auf 186,000 riiiiiisehe Pfund beläuft. Seine Iliihe beträgt mit Inbegriff des auf dem Gipfel stehenden lireuzes über 129 Pilllliell. Die Kosten der Arbeit beliefen sich auf 00,000 und die der Vergoldung auf 40,000 Scudi. Das dazu ver- wendete Nletall wurde von der Decke der Vorhalle des Pantheons gCllOlHIllCll. Nach seinem Modelle wurde ferner unter Alexander VII. das kolos- salc und kostbare, aber ebenfalls iiusserstgeschmacklose Werk: die vier Iiirclienviiter, welche die Cathedra des hl. Petrus tragen und dar- über den hl. Geist in einer Gloric von Engeln, über dem Altare der heil. Jungfrau am Ende der Haupttribune verfertiget. Nach Carlo liontana beliefen sich die Iiosten desselben auf 107,551 Scudi "und das dazu verwendete Metall betrug 219,061 Pfund. Der Stuhl des heil. Petrus ist in diese Cathedra eingeschlossen. In St. Peter ist auch das Grabmal Ürbans VIII. und Alexander VII. von Bcrninils Hand; das Grabmal der berühmten Gräfin Ma- thilde hat er angegeben und mit eigener Hand ihre Bildsiiule aus- geführt, welche einen besserir Styil als die gewviihnliehcil VVerke dieses Iliünstlers zeigt. Sie ist jedoch von I3ernii1i's Bruder vollen- det. n einer Nische der Iiu el ist die Bildsäule desLon inus und in einer der Vorhallen diiiPReiterstatue Constantin des Grfssen. Zu den besten Werken dieses Meisters gehört, mit allen Feli- lCYlh die bei]: Bibiana in der Kirche gleiches Namens. Mail be- merkt darin die grosste Sorgfalt in der Ausführung. Berühmt ist in der Kirche St. Maria della Vittoria die heil. The- resia, welche Bernini selber fiir (sein bestes Werk erklärte. Die junge Heilige liegt auf Wolken in Verzückung und ein erwachse- X ner Engel steht mit aiifgehobencin Pfeile laehelncl egen sie. Man hat ihren Ausdruck bewundert; andere haben sie dagegen für eine gemeine Venus mit Amor in schlechter Verkleidung erklärt. Bei (ncognara (stor della scult. III. d.) ist sie alagebililet. Nach seinen Modellen wurden von seinen Schülern auch die En- gelstatuen auf der Balustrade der Engelsbrüclie ausgeführt, mit Ausnahme des Engels mit dem Iireuze, der immer das Beste unter diesen seltsamen VVerken seyn diirfte. In der Villa Ludovisi ist sein Raub der Proserpina eine iiianierirtc und gemeine Nachahmung des herrlichen Sabinerraubcs von Joh. von Bologna. S. bei Cieog- noginirgisäincdie sßtilildiilsiliddglßasreliefs ist die Heimsuchung in der liirche Notre-dame de Misericordia im 'I'liale St. Bernarcl bei Savona. Von BerninYs Werken erwähnen wir noch folgende Biiätßllr Johann Vigena, in der Miuerva. gardinal geläinoz ixlr Venedig. arcina G1'.1, in arrs. Lucretia Barberina, im Hause Barherini. Pabst Urban VIIL, dreimal in demselben Pallastc. Iunoeenz X., in dem Pallaste Painfili. Gre or, XV., ebcndasclbst. Caifl. von England, in London. f. Ludwig XIV. von Frankreich, in England. Ülemens X., ebendaselbst. ß Stäituen in Marmor: 'arcinal Belarniino, al Gesii. Paul V., ebenduselbst. Diä Gruppe des Aencas, Aiichises und Ascanius, in der Villa 'orghese. Apollo und Daphne, in der Villa Ludovisa. Neptun und Glaucus, in der Villa Moiitalto.