433 Bergler, Jpseph. nen der Gegenstand einer eigenen ausführlichen Beschreibung zu se n. In Prag sieht man von ihm in der italienischen Iiirche eine Him- melfahrt Marions, und im Iilostcr der Barnabiten Nonnen auf dem Hi-ailschin einen heil. Joseph und die heil. Tlieresia. In der Gar- nisonshirche der Festung Theresienstadt die Auferstehung, und in Josephstailt die Himmelfahrt Christi, zwei sehr grosse Altarblätter. In Jung -W'ossnitz auf dein Hauptaltar der Iiirche den Heiland am Iireuze mit Maria und Johannes, und auf zwei Seiteiialtären Jo- hann den Täufer und Johann von Nepoinuck. In der Iiirche zu Sedletz unweit Iiuttenberg ein Sehr grosscs Hauptaltarbild, die Him- melfahrt der Gottesgebiilirerin. In der Dorfkirche zu Strausnitz bei Langenau eine heil. Dreieiniglieit mit Aiielen Engeln. In der Pfarr- hirche zu Boclinitz ober Troja, am Hochaltar die Aposteln Peter und Paul und an einem Nebenaltar einen Christus am Kreuze. In der Ptarrkirche zu Altbudecz oder Iiowar ebenfalls ein Gemälde der obengenannten Apostel. In der Schlosshirclie der Fürstin Iiinshy zu Bunenitz den heil. Wenzel, die böhmische Jugend in den Pflichten des Christenthurns unterriehtend. In der Iiirehe zu Bu- denitz das Bild des heil. Isidor. In der liirche zu Unter-Chwatlin die Apostel Peter und Paul. In der Pfarrlsirche des Grafen Iiaspar Sternberg zu Sliupuo einen heil. Laurentius. In der Kirche zu Un- terlilin einen hl. Nikolaus mit dem Unterricht der Jugend beschäf- tigt. In der Sehlosshirche der GräIiu Cavriani zu Iioschatek den. heil. Tranz von Assisi. In der Kirche der gräflich F. Clain-Galla- sischen Herrschaft zu Horlta eine Geburt Christi. In der gräflich G. Claui-Gallasischeii SCIIlOSShiPChG zu Griifenstein den gekreuzig- ten Heiland. In der Schlosskirche des Grafen Franz Thunn zu Tet- schen einen heil. Georg. Auch fiir das Ausland malte Bergler während seines Aufenthaltes in Prag Mehreres, worunter ein sehr grosses Altarbild mit vielen Figuren für die neu hergestellte Pfarrhirche in Scherdiiig, die Ge- burt Christi ilarstellend; - ein heil. Abeiidinzil für einen Privaten, ebenfalls nach Scherding, die fiir eine llerrschaftshirchc des Gra- fen J. Nostitz in Schlesien gemalten vier Evangelisten, nebst ei- nem anderen Bilde der Apostel Peter und Paul, und der gute Hirte fiir einen Domherrn von Wiminer in Eichstiidt, einer beson- deren Erwähnung verdienen. Unter seine griisscrn historischen Ge- mälde, welche er in Prag schuf, gehören vorzüglich IIerrmann und Thusnelda, nach Iilopstoclfs IIei-rmzinnsschlacht, ein grosses Gal- lerie-Bild, aufgestellt in der Gcmiildesaniinlung der Gesellschaft patriotischer liuiistfreundc in Prag, und drei vom Grafen Franz von Iioluvvrat bestellte Vorstellungen aus der böhmischen Geschichte: die Zaubcrliiinigin Libussa, Herzogs Spitigniew Ricliterspruch und Karl IV. zu Pisa im Aufruhr der Gamhacurtas durch seine böhmi- schen Helden, insonderheit durch den Riesen Benesch von Iiolo- wrat und dessen Vettern, Georg und Albert, errettet, drei ausge- zeichnete Gemälde. Eine gi-osse Anzahl seiner in Prag gemalten Cabinetsstiiclie ka- men in den Besitz der griiflich Clam-Gallafschen Familie, des Grafen Iliudulph Czernin, der Fürstin Iiinslsy und Lobliowitz, der Griilin Nostitz, Schönborn u. s. w. Göthe Sagt in "Winclielmann und sein Jahrhundert S. 507:" "Nächst diesen (Fiiger, Böttner u. auch ein 'I'yro_ier Na- mens Bergler als geschickter junger Kunstler bekannt. Seine Ar- beit erhielt bcini jährlichen freien Conliurs, den die Akademie von Parma veranstalten, den grossexi Yrcis. Er besitzt, nebst grosser Fertigkeit des Pinscls, eine kräftige blühende Farbe, uiitldcr Zeich-