Baldini , Baccio. 233 Bei "Strutt und Jansen (Essai sur Porigine de" la gravure, Parii 130g) sind ebenfalls Copien von Vignetten zum Dante. Für Baälinfs Arbeit hält man auch die Propheten auä 2.1 Blä die Bartsc im eintre rav. XIII. 165 beschreibt. Sie siu sitzen in verschiecleneii) Lagengvorgestellt, iiber jedem der Name und 1m- tcn acht Verse. Die ersten Abdrücke haben V'erse-, Welche ill den znreiten fehlen- Diese tragen oben rechts Numern und zeigen auch einige Veränderungen. Auf den dritten Abclriiclien sind die Nu- mern unten und in anderer Ordnung als auf den zweiten. Diesä Blätter sind von einem alten Meister eo irt. Die Ori inalien sin Ö Z- Ö L-, hoch, und 5 Z. 11 L. breiLP g _Die Sihyllen, 12 Bl. H. 6 Z. 7 L., Br. {i Z. Die Figuren sind ebenfalls sitzend dargestellt, und die Blätter oben numerirt. Eine Ostertabellc, aus welcher man den Ostertag von 1465 bis 1517 bestimmen konnte. Die Dummheit auf dem Throne. In guten Abdriiclien vor der Adresse des A. Salamanca. Die schlafende Nymphe. In ersten Drücken vor der Schrift und der bezeichneten Adresse. Die Himmelfahrt der Maria, grosses Stück in zwei Abtheilungen. Diese drei Blätter nennt Joubert. Bartscli, l. c. 190 nennt im Appendix zum Artikel Baldini noch acht Blätter, die sich im Cabinet Monroe zu London befinden, und von denen Strutt P1. II. und III. zwei copiren liess. Andere Copien finden sich bei Jansen I. pl. VI und VII. Darunter auch die über! bezeichnete Ostertafcl. Sieben dieser Blätter stellen die Planeten vor: Die Venus auf dein Wagen von Tauben gezogen; Jupiter auf dem Wagen mit Krone und Wurfspiess; Sol auf dein Wagen von vier Pferden gezogen; Mars mit seinem Zweigespanne; Saturn auf ei- l nein VVagen _von Drachen gezogen; Mercur ebenfalls zu VVagcn, äor denräei Eiallilsän gesEanntDsind, und Lnna auf ilßreln VEVWen, en zwei irsci u e zie en. iesc Gottheiten schwe en au' o.- lien, und unten sind immer mehrere Personen in dramatischer Handlung vorgestellt. _ Die Blätter sind in gr. mit Inschriftern- Das achte bei Bartsch beschriebene Blatt ist die erwähnte Oster- tafel, auf welcher man in zwölf kleinen Runden die Beschäftigun- en der zwölf Monate vor estellt sieht. g Duchesne (Essai sur niellies pag. 82.) glaubt, dass Baldini auch Niellen gefertiget, und Platten in der Absicht gestochen habe, um davon Abdriiclie zu ziehen. Dieses mag seinen Grund haben, denn die Abdrücke von Niellen waren zu seiner Zeit im Werthe und daher ist es glaublich. dass er, lwie sein Zeitgenosse Maso Pini- gnerra und andere, Platten zum Drucke gefertiget habe. Doch durfte ihm streitig gemacht werden, dass er der erste gewesen, der Platten zu Iiupferabdriiclten gestochen hat; denn man findet unter den Blättern alter unbekannter italienischer Meister Abdrücke von niellirten Platten, die älter seyn iniissen, als die dem Baldini Zü- geschriebenen Arbeiten. Hieher gehören die fälschlich diesem Iiiifßll- lef beigelegten TIIFUl-iliürtöll, welche venetianischc Arbeiten sind, Wle die venetianischen Unterschriften beweisen. Jiußh unter den anonymen Niellen dürften einige dem Bald)!" angellorell, doch in Vergleich mit den Werken Finivuerrafs kon- nen sie nur mitteliniissig seyn, so wie der Künstler selbst, 1111? 59m 68110556 Botticelli nur dessen Nachahmer zweiten Ranges sind, mvle" 19m m" CoPiSten. In Baccids Weise gestochen sind nach Duchesnei Ei" Amor mit verbundenen Augen und mit auf den Rücken de" legten Hiiriileu. Durchmesser, 2 Z.