202 Autissier , Louis Maria. Avanzi , Jacopo. Blumenkränzen empfangen werden. Auch dieses Bild gibt Landm im Umrisse. Man kennt indessen noch mehrere andere schöne Bil der von dieser Künstlerin. Autlssler: LOUIS luanaa geschickter Miniaturmaler, geb. zu Vanne in der Bretagne 1772, lernte bei Vautrin, und machte so reissendx Fortschritte, dass ihm schon im zwölften Jahre der Lehrer der Unterricht seiner Schüler anvertrauen konnte. Von seinem M. Jahr. an hatte er keinen andern Lehrer mehr als die Natur. Als Jung ling von 17 Jahren war er Zeichnungsmeistcr zu Morlaix, wo e1 so lange blieb, bis ihn der Kriegsdienst rief. Doch auch jetzt waz er nicht unthätig fiir die Iiunstg, er fertigte mehrere Zeichnungen von denen eine den Autinunterungs-Preis von 1500411. erhielt Später liess er sich in Belgien nieder, wo er seit vielen Jahren der Huf eines vorzüglichen Künstlers geuiesst. A. malte viele hohe Personen; darunter den König Ludwig vor Holland und den Iiönig der Niederlande, letzteren mehrmalen ir kleinem Umfange. Er ward 1812 zum lllitgliede der k. Gesellschaf der schönen Iiiinste zu Gent ernannt und überreichte dabei eine Miniatur, welche die Einigkeit und die Freundschaft vorstellt, halbe Figuren. In letzter Zeit hielt er sich in Paris auf, wo er mit Be- stellungen iiberhiiuit wurde. AVaUZI, JQCOPO, Nachfolger des Giotto, 111111370 nach Lanzi III. 11H". d. A. aus Bologna, ein Maler, der in MorellPs Notizie p. 5. Da. vanzi, ein Paduauer oder Veroner äenannt wird. Lanzi nennt ihn den besten unter den Bolognesischen iunstlern seiner Zeit, und erwähnt von seiner Hand in der Kirche zu lVIezzaratta das Wunder der so. genannten Probatica, mit: Jacobus pinxit bezeichnet. Sein Haupt- werk indessen sind nach Lanzi die Siegesfeiern in einem Saale zu Verona, welche selbst Mantegna als etwas Treffliches lobte und wo er sich Jacobus Pauli unterschrieb, was Lanzi glauben macht, er könnte venetianischen Ursprungs und gar derselbe seyn, der mit Paul seinem Vater, und Johann seinem Bruder," die alte Bildtafel in St. Marco gemalt hat. Lanzidiält ihn aber immerhin fiir einen Bo- logner, und glaubt; dass ein Petrus Jacobi, der in St. Miehele in Bosco malte, und ein Orazio de] Jacopo, den Malvasia nennt, Avanzi's Söhne oder Schüler f?) seien. ' Jakob Avanzi malte 1376 in der Kapelle S. Felice in der Kirche des heil. Antonius zu Padua, die laewundcruilgswiirtligcn Frescen, die ehemals (lCllJ Giotto zugeschrieben wurden. Auf der Wand zur Linken sieht man oben das Martyrthuni des heil. Jakob des ältern, _.unten die Belagerung von Jerusalem, in! den kleinen Nischen der Bögen zu unterst Brustbilder von heil. Männern und Frauen. Die Compositionen sind reich und gedrängt und es fallen darin mehrere treffliche Charaltterköpfe in die Augen, besonders aber sind die Brustliilder der Heiligen von einem so wahren und einnehinenden Ausdruck, und so weit von der einförinigen Manier des Giotto entfernt, dass man eher an Francia erinnert wvird. Nur die Drappirung und Gestalten-Verhälnisser sind in der Art des Giotto, dagegen die Gruppirung weit geilriingter, als gewöhnlich bei dem letztern der Fall 1st. Dasselbe gilt von der mittlern VVand hinter dem Altare, worauf unten in vielen grössern Figuren die Kreuzigung Christi und oben Tod und Begräbniss des heil. Jacob dargestellt ist. Die Abtheilungen zur Rechten neben dem Fenster, Maria auf dem Tllmll, 5- Christoph lllld nlehrere andere Vorstel- lungen enthaltend, dann die Lunßüen über den Eingangsbogen wurden im Jahre 1775 von F- Zülllwni xetouchirt, da sie durch