72 Allegri , Anton. es an den venetianischen Maler Racciori, von dessen Erben es an die Gritti verkauft wurde. Gegen das Ende des vorigen Jahrhun- derts kaufte es ein Armanni und von diesem ging es an den Gra- fen Marescalchi über, und aus dessen Sammlung in den Vatikan. In Spanien befand sich das berühmte Gemälde des betenden Hei- landes im Oclgarten. Man erzählt, Correggio habe das Original einem Apotheker gemalt, um die Schuld _von vier Sciidi zu bc- zahlen. Iiiinig Philipp IV. liess es in Mailand für 650 Duhlonen erstehen, wie P. Bester in seinen Briefen erzählt. III. 32g. Volpato hat es gestochen. Das Bild befindet sicli jetzt im Besitze des Her- zogs von Wellington in London, und die von Pungilegni 111_ 15g angeführte, etwas schwächere Wiederholung Clesselben, welche ebenfalls für Ori_ inal gilt, in der brittischen National-Gallerie- Ein zweites Bild, Madonna, wie sie das Iiind ankleidet, wurde zur Zierde des Cahinetes der Prinzessin von Asturien bestimmt. In der grossen Sakristei des Escurial ist Christus als Gärtner, und vor ihm Magdalena (Noli me tangere) aus dem Hause Er- colani- Der Herzog von Alba besass einen Merkur, wie er dem Amor in Gegenwvart der Venus lesen lehrt. Dieses Bild hatte einst der unglückliche Iiiiiiig Iiarl 1.; jetzt ist es in England. 1 Bichardson spricht auch von einer dem Könige von Spanien zu- gehörigen Jo des Correggio. In der li- k. Gallerie zu Wien bewahrt man folgende Stücke: Christus treibt die Käufer und Verkäufer aus dein Tempel, kleine Skizze auf Holz; das doppelt lebensgrosse Bildniss einer Madonna, {mit schimmernder Glorie umgeben, eine colossale Skizze; Ma- donna mit dem Iiinde und St. Johann, auf Holz, welche die Stadt _Mailand der Kaiserin Isabella II. schenkte, gestochen von Kahl; Jo von Jupiter umarmt, besser als das Potsdamer Bild, und das Ge enstiick, die Entführung des Ganymed, gest. von van "Steen und Eisner; der hogensclinitzcnde Amor, gest. von Steeu, M. Be- nedetti, Bartolozzi, J. le Blond und Deioty. Diese Darstellung ist vielfach vorhanden; FiorillQ II- 287 fü rt mehrere an. Iiyder Gallerie Idohtenstein ist ein Kreuz tragender Christus, Madonna mit dem Kinde und eine, herrliche Venus, wofür .Pyinz Engen Beauharnois_20,000 Dukaten bot. In der gräflich Tliurn'schen Sammlung laefindet sich St, Johann der Täufer mit dem Lamm, Madonna mit dem Iiimlc und Chl-i- Stus am Oelherg. Die fiirstl. Estherhazfschc Gallerie bewahrt angeblich des Iiiinst- lers eigenes Bildniss, die hl. Mutter, das Kind säugend, mit dem hl. Johannes, der dem Iiinde Jcsu Früchte in einer Schürze darreicht. Dieses oft in Kupfer gestrichene Bild kaufte der Fürst von dem Herzoge Crivelli, welcher es von seinem Oheim, dem Cardinal Cri- velli, dem es früher von dem Könige von Spanien war geschenkt worden, geerbt hatte. Ein ähnliches Gemälde wird auch als in der Eremitage zu Petersburg befindlich erwähnt. In der Gallerie Ester- hazy sind ferner noch zwei Studien von Engelsköpfen. Unter den Copien nach Werken AllegrPs werden die von Schi- done, Lelio da Novellara, Girolamo da Carpi und den Carracci, die sich lange in. diesen Correggioächen Nachbildungen geübt, am meisten geschätzt. Auch "Christoph Allori verfertigte dergleichen Copien, die gewöhnlich fur Originale gehalten wurden; Indessen sind nicht alle Wiederholungen von_Gemälden dieses Meisters Co. pien fremder Hand, er entwarf zu einem Gemälde mehrere Zeich- nungen, und wiederholte selbst vollendete nochmals, um den ein-