Adams Robert. Christian. Adler 21 Text ans Licht gegeben wurde. Er nahm an Ort und Stelle (bin Spalatro) mit Anton Zucchi und Clerisseau die Ruinen mit grösster Genauigkeit auf. Ein Denkmal seiner und seines Bruders liunst sind auch die herrlichen Gebäude „the adelphi" zu London; meh- rere Bauten wurden nach seinen Entwürfen auch v0n.andern er- Iißlltei, Z- B. die prächtigen Universitiits-Gebiiude von Edinburg etc. Robert Adams wurde von den berühmtesten Männern seines Lan- des und seiner Zeit hochgeachtet. Hume, Bohertson, Gibbon, Fer- guson, Smith waren seine Freunde. Bis auf den letzten Augen- blick seines Lebens war er geschäftig. Das Jahr vor seinem Tode zeichnete er noch 25 Privatgebiitide mit einer ausserordentlichen Veränderung im Styl und einer schönen Coruposition. Man hat von ihm auch sehr schiitzbare Wassermalereien, welche grössten- theils Iluinen abbilden; die Figuren sind von Anton Zuechi ge- malt. Caldwvall und Grignoii haben zwei ländliche Feste nach ihm gestochen. Vergl. Fiorillr: V. 628 ff. . Adillns: James; jüngerer Bruder Robert's, besass zwar weniger Genie und Theorie seiner liunst als letzterer; dagegen übertraf er denselben in der praktischen Ausführung. Die vorziiglichsteil Denk- mäler seines Ruhms sind: Portland-Place; ein Theil der oben er- wähnten Atlelphi-Bxiildings, einige hundert der schönsten Häuser auf Gewölben ruhend. Man kennt von ihm auch ein seltenes geätztes Blatt, welches den 1588 erfolgten Untergang der spanischen uniiberwintllicheix Armada darstellt. Heinecke eignet dieses Blatt dem Robert sen. zu. James starb 1794. Adams, Robert, der ältere, Obcraufseher der Gebäude der Köni- gin Elisabeth. Von ihm sind nach VValpole noch Grundrisse vor- handen, von denen der eine Middleburgh, der andere einen Theil der Themse darstellt. (S. auch James Adams.) Dieser ältere Robert starb 1595 und erhielt ein Grabmal zu Green- wich. Fiorillu V. Adda; FranccscÜ dl, Graf, erlernte die Malerei und ahmte den da Vinci nach. Er malte auf I-lolz und Schiefer für Privatmänner. Lanzi II. 411 d. Ausg. ACllBP-Patlßlni), Philipp, Hupferstechcr, geb. zu Nürnberg 14811, verfertigte einige kleine Blätter nach A. Dürer, welche die VVun. der des Hcilandes vorstellen, und wegen des Altcrthums geschätzt werden. Man _hat aus diesem Iliinstler friiher zwei gemacht, indem man in Yaticxna einen eigenen Hiinstler vermuthete. Dieses ist ein Irr- thum; denn Paticina bedeutet so viel als Patricius, und ein Patri- cier war unser liiillstler. Uehrigens ist der Name Paticinn nur eine Erfindung des Florent le Comte, welcher auf einem Blatte von Dan. Iiopfer mit der Inschrift: Hoc opus fecit Idiilippus Adler Pa- tricius, das letzte VVort liir Paticina las. Adler, Christian, berühmter Porzellan-Maler, gebfzu 'I'riesdurf bei Ansbach 1787, gegenwärtig Obermalcr und Malerei-Inspektor an der königl. Porzellan-Manufaktur zu München. Er kam im sechsten Jahre mit seinen Eltern nach England und blieb dort bis 1802. Ins Vaterland zurückgekehrt, trat er in das Attelier des Prof. Naumann zu jtnshach und übte hier die Kunst, bis er 1808 das Fach der Porzellan-Malerei ergreifen musste. Von dieser Zeit an be- suchte er mehrere Fabriken, bis er 1811 durch den verstorbenen In-