Bucheinband. ßXuXx IE hauptsächlichsten Monumente der Wissen- " schaft sind die Bücher; ihr äusscres Gewand w?" ß der Büchereinband bildet in den a Sammlungen einen Gegenstand besonderer Pflege. Einen entsprechenden Übergang von der Wissen- schaft zum Bucheinband Enden wir in einer alten Original- bibliothek in den Räumen des Museums: der Bibliothek des gelehrten Staatsmannes und zugleich Professors derjurispru- denz an der Wittenberger Universität aus dem Zeitalter der Reformation, des Nürnberger Patriziers Christoph Scheurl. Bibliotheken, selbst die der reichen Stifte und Klöster, waren nach heutigen Begriffen nicht sehr um- fangreich; die einzelnen Werke wurden als Kostbarkeiten betrachtet. Dienten sie gemeinsamem Gebrauche, so wurden sie an die Kette gelegt, um freien Eintritt ohne Aufsicht in die Bibliotheken gestatten zu können. je älter die Einbände, um so kostbarer sind sie ausgestattet, sodass man deutlich erkennt: auf eine Massenaufbewahrung war dabei nicht gerechnet. Die äussere Erscheinung aller älteren Bibliotheken, soferne sie überhaupt diesen Namen beanspruchen können, hat man sich ähnlich in Anordnung und Aufstellung zu denken, wie die Scheurlsche. In dieser ist nämlich eine für die grossen Folianten nicht unzweck- massige Art der Aufstellung dadurch getroffen, dass sie mit dem Rücken gegen die Wand gestellt, auf dem Schnitt mit grossen Buchstaben den Titel tragen.