listeten Philosophen am Boden aufgezäumt und bestiegen hat! Die gewollte Komik in dem letzterenBl. ist iib- rigens entschieden wirksam, ähnlich wie bei dem betrunkenen Silen (von B. 45 MBZAEOIIIISH genannt), der seinen Rausch versehläft und von übermü- tigen Rangen in etwas cynischer Weise geneckt wird. Höchst phantastisch ist die Vorbereitung zum Hexensabbath, B. 55, ebenso erstaun- lich, als abstossend in der Art, wie sich der Künstler in die geträumte Wirklichkeit förmlich vertieft. Hölzern in der Bewegung der ausschla- genden Beine sind seine sonst tüchtig gezeich- neten und lebendig gruppirten Pferde, B. 56, 57 und 58. Trefflieh endlich sind die Bildnisse, deren er mehrere für den Holzstoek gezeichnet, darunter besonders charaktervoll das bisher un- besehriebene des Johannes Indagine (N0. 149 des Verzeichnisses) , welches eines Dürer würdig wäre. Bildnis se des Künstlers: l) Ganze Figur, in Grün gekleidet, im Alter von etwa 30 Jahren, auf dem Flügelaltar mit der Marter des hl. Sebastian im Besitze des Hrn. Friedr. Lippmann zu Wien. s. Text I, 2) Ganze Figur, auf dem Mittelbilde der Rückseite des Hochaltares im Münsterchor zu Freiburg i. B., gleichfalls in Grün gekleidet, ein Mann mit Vollbart im Alter von ungefähr 40 Jahren. s. Text I. 3) Brustbild. In Sandrarlfs teutscher Akademie t. I. CO mit dem Monogramm Albrecht Dürer's unter dem Namen Matthäus Grunewald; höchst wahrscheinlich eine Verwechselung mit II. B. Grien. kl. Oval. Verzeichniss der Gemälde: Die zweifelhaften und die unächten Bilder sind als Anhang aufgeführt. In Aschaffenburg, im Schloss: 1) Christus am Kreuz zwischen den beiden Schächern, mit zahlreichen Figuren, dar- unter zwei Nonnen, vermutlich die Stifter- innen des Bildes. Mit Monogr. 2) Die Anbetung des Neugeborenen durch Ma- ria, Joseph und eine Engelschaar. Mit M0- nogr. und 1520. s. Text II. In Bamberg, Galerie auf dem Miehels- b e rg e : 3) Die Siindfluth. Mit Monogr. auf der Arche und 1516. s. Text II. In Basel, öffentl. Kunstsammlung: 4) Der Tod, eine Frau kiissend. Mit Monogr. s. Text II. 5) Der Tod, eine Frau beim Haar fassend und auf das daneben geöffnete Grab zeigend; mit der Inschrift: shie müst du yn. 1517". s. Text II. 6) Christus am Kreuz zwischen den Schiichern; zu Füssen desselben links verschiedene Heilige, rechts der Auferstandene mit Tho- mas. Neben den Kreuz kniet die Stifterin, eine schwarz gekleidete Nonne mit weissem Kopftueh. Mit Monogrx, dem Namen Bal- dung und 1512. s. Text II. In Basel, im Besitze der Frau Schilling- Kellermann : T) Beweinung des todten Christus am Fusse des Kreuzes, links und rechts die Schächer. Im Ilintergrunde die Stadt Jerusalem. Stammt aus der Barfüsserkirche in Luzern und galt früher für Holbcin; sehr übermalt. In Berlin: 8) Museujm: Christus am Kreuz. Am Fusse desselben rechts Maria, links Johannes. Hintergrund eine gebirgige Landschaft mit lebhaftem Abendroth. Mit Monogr. 9) Ebenda: Christus zwischen den beiden Schächern am Kreuz , welches von Mag'- dalena umfasst wird. Rechts Maria , von Johannes und zwei hl. Frauen unterstützt. Links der Hauptmann zu Pferd. Im Vor- grunde , ganz klein, der Stifter, ein Abt aus dem Kloster Schuttern im Breisgau. Hintergrund eine Landschaft mit hohen Schneebergen, über welche sich vom Himmel die Finsterniss herabzusenken beginnt. Mit Monogr. und 1512. s. Text II. 10) Eb enda: Der hl. Stephanns wird vor einem mit Säulen geschmückten Bogen gcsteinigt. Rechts, durch ein Gebäude von dieser Szene getrennt, Saulus, mit dem Mantel des Hei- ligen, und ein anderer Jude. Hintergrund Gebäude und Landschaft. Mit Monogr. und 1522. s. Text II. 1 l ) Eb e n d a : Triptychon mit der Anbetung der Könige in der Mitte, dem hl. Georg und dem hl. Mauritius auf den Flügeln. s. Text II. 12) In der Sammlung Raezynski: Tod der Lueretia. Nur die drei zuschauenden männlichen Figuren sind noch übrig. Oben über der Thiire Grau in Grau: 1530. Quid salvi mulieri amissa pudicicia. w ßnnnnne. m0. s. Text II. In Darmstadt, Museum im Schloss: 13) Noli me tangere. Christus erscheint am Ostermorgen der Maria Magdalena als Gärt- ner. Im Mittelgrunde sieht man den voraus- gegangenen Moment, Magdalena weinend am Grabe, wo Engel ihr die Linnen zeigen, in welche der Leichnam des Herrn gehüllt war. 10. BALD. FAC. 1539. s. Text II. In Florenz, Galerie Pitti: 14) Adam im Paradies, Kopie nach dem Bilde Diirer's in Madrid (Museo del Prado). T9 "i"