Kaspar Amort Samuel Amsler. 663 4] Desgleichen zu Fortunat Hueber, Zeitiger Gra- natapäel der scheinbaristen Wunderzierden etc. zu Neukirchen. München 1671. Mathi. V. Semmeren. Sculp. kl. 8. 5) Desgleichen zum andern Theil desselben Buches. Gest. von dems. kl. 8. 6) Ohurfürstlich Bayrisches Frewdexl-Fest etc. Bey den vorgangnen Tauif-Ceremonien Maximilian Emanuel Churprintzens in der Churfürstlichen Haubt- vnd Residentz Statt München Im Jahr 1662. 26 Bll. G. Amort del. Melch. Küsell sc. qn. F01. s. W e s t e n r i e der, Beschreibung von München. 1782. p. 35. Rittershausen, Merkwür- digkeiten der Stadt München. 1787. pp. 85. S8. L ip owsky, Bayrisches Kiinstlerlexikon. Naglei-"s Monogin-Lex. I. 2184. Nagler, Ilandschriftl. Notizen. Kaspar Amort, der Sohn des Vorigen, Ma- ler in Oel und Fresko; sein Geburtsjahr ist un- bekannt, es fällt wahrscheinlich um 1640. Im J. 1659 trat er bei seinem Vater in die Lehre und machte 1671 sein Probestüek. Er war zu- meist in München thätig, doch ist darüber keine nähere Nachricht erhalten. Er starb 1684. Nach ihm gestochen: Die Vignetten im NVerke: Monnmentum extremi honoris Ferdinandi Mariae Bavariae Duois. Mo- ' nachii 1679. Mich. Wenin g so. Ein B1. ist mit G. A. Del: bez. F01. s. Nagler, Monogr. I. 2200. Ernst Lukas Amort, zweiter Sohn des älteren Kaspar, Maler. Geburtsjahr wie sonstige Thätigkeit unbekannt. Das Probestück verfer- tigte er 1681 und Starb 1692. s. N agl e r. Handschrift]. Notizen. Wessely. Amoureux. J. (1. A moure ux, s. IiAlnou- Schweigsamkeit der Namensträlgerin, ohne Zunge auf. H. Bmnn. Amphion. Amp hi on, Sohn des Akestor aus Knosos, bekannt durch ein ehernes Weihge- sehenk in Delphi : Battos, der Gründer von Ky- rene, von der personitizirten Libya gekrönt, auf einem Viergespann , welches Kyrene lenkte: Pans. x. 15, 4. Obwol auch sein Vater wahr- scheinlich Erzbildner war (Pans. VI. 17, 2), wird {doch als sein Lehrer Ptoliehtis, ein Schüler des Kritios, genannt. Er lebte demnach um das Jahr W130 v. Chr. H. Bmnn. Amphistratos. Amphistratos, Bildhauer, von dem Tatian (c. Gr. 52, p. 114) die Erzstatue einer Dichterin Kleito (oder Kleitagora Pli- nius (36, 36) die Marmorstatue des Geschichts- schreibers Kallisthenes anfiihrt. Letzterer starb 426 v. Chr. H. Brunn. Ampho . . A m p h 0 [tc r 0 s], angeblich Stein- Schneider. Die Inschrift AMCDCI auf einer Genime (Corp. inscr. gr. 7149) auf einen Steinschneider zu beziehen, liegt nicht der geringste Grund vor. H. Brimn. Ampichl. F. Amp ichl, Maler, geb. zu Wien den 1. Mai 1799, trat nach zurückgelegten aka- demischeu Studien im J. 1820 als Landschafts- maler auf; später widmete er sich der Restau- ration von alten Gemälden, worin er sieh in Wien einen ausgezeichneten Ruf erwarb. K. Weise. POIIX 0 Amollrry. A m o u r ry, französ. Maler des 18. Jahrh. 1' Nach Heineken ist nach einem sol- chen Bleister, über den wir sonst keine Nach- richten finden, folgendes B1. gestochen: Das Bildniss des Bischofs Frangois Coätlogon. Gest. von N. R. Jollain oder im Verlage von J. Jol- Iain. s Aulphikrales. Aniphikrates (nicht Iphi-l krates) war der Künstler einer am Eingange der Akropolis zu Athen aufgestellten ehernen Lö-' win, über welche von Plinius (34, 7 2), Pausanias (I, 23, 2) und Plutarch (de garrul. 8) folgendes er- zählt wird: Hippias, der Sohn des Pisistratusf liess nach der Ermordung seines Bruders Hip-l pareh die mit einem der Mörder befreundete He- taere Leaena zu Tode foltern, ohne ihr ein Ge- ständniss abzugewinnen. Um diese 'I'hat zu ver- herrliehen, aber doch nicht direkt eine Hetaere zu feiern, stellten die Athener nach der Vertreibung des Hippies (510 v. Chr.) das Bild des gleielma- migexi 'l'hieres, und zwar zum Andenken an die Ainsler. S amuel Ams l er, Zeichner und Kupfersteeher, geb. 17 Dez. 17 91 Ä A in Schinznach (Kanton Aargau, Schweiz), wo sein Vater Bezirks- A A arzt und Landwirth war. Die Neigung zur Kunst zeigte sich schon im frühesten Lebensalter, und der Vater machte von der Geschicklichkeit seines Sohnes zuweilen Gebrauch, indem er von ihm verstüm- inelte Glieder zeichnen liess. Geregelten Zeichen- uuterricht erhielt er seit dein zwölften Jahre, in- dem er täglich in das nahe Wildegg wanderte, zu einem Zeichner der Kattundruekerei. Frühzeitig versuchte er sich in Kupfer zu ätzen, den Grab- stichel zu führen. So stach er das Alphabet nach Roschi, radirtc 'l'aufschein- u. Weehselformulare und machte selbst inSchwarzkunst einen Versuch. Im lilärz 1810 kam er nach Zürich, Wo Ober- kogler sein Lehrer im Kupferstechen wurde. Eine gelungene Kopie der Schulmeisterin nach Wille befähigte ihn, mit seinen weiteren Arbei- ten vor die Oeifentlichkeit zu treten. S0 stach er unter derLeitung des Kupfersteehers Lips des Aeltcren das Bildniss Salomon Gessnefs als Titelblatt zu dessen Schriften und den berühm- ten Johannes vun Dmninichino nach dem Müller" scheu Stiche in kleinerem Formate, durch welches Blatt er in weiteren Kreisen bekannt wurde. Eine neue Welt öHnete sich dem jungen Künst-