9311m". Pnßgiäir, ß den Regenten von Frankreich , Herzog von Orleans, über; später ist es nach England gekommen (s. b) N0. 56 und Stiche N0. 390). Das andere (im Besitz der Aldobrandini) erwarb der Kardinal Ludovisi; von diesem kaufte und brachte es nach Spanien Ramiro Nuüez de Gusman, Herzog von Medina de las Torres. Dort wurde es von Karl II. in der grossen Sakristei des Eskurials aufge- stellt, bis es endlich im Museum seinen Platz fand. Erst in Spanien hat das Bild entstel- lende Uebermalungen erfahren ( wie Viarrlot, Musees d'Espagne etc. p. 20, behauptet, von Mönchen, um die Blösscn des nur zum Theil bewandeten Christus zu bedecken), welche in diesem Jahrh. vom Direktor des llluseunfs Jose Madrazo wieder entfernt wurden. Das Gemälde ist auf Leinwand, mit halb lebensgrossen Figuren. s. Stiche N0. 391. 22) 1519? Die das Kind anbetende Ma- donna. In den Uffizien zu Florenz. Auf Leinwand; kleine Fig. Die ursprüng- liche Bestimmung des Bildes unbekannt. Man hat die Aeehtheit, Wegen der etwas in's Kleine spielenden Zierlichkeit der Darstel- lung, anzweifeln wollen; doch hat dasvBild zu augenscheinlich die Eigenschaften der correggesken Malerei, auch in derverschmol- zenen Behandlung und der gleichmässig starken Impastirung. Dem Kataloge der Uffizien zufolge ist es ein Geschenk des Her- zogs von Mantua an Cosimo II. von Medici und kam schon 1617 in die Florentiner Ga- lerie. Wie es die Herzöge von Mantua er- worben, ist nicht zu ermitteln. s. Text XVI und Stiche N0. 207-214. 23) 1520? Madonna della Cesta (Vierge au! Panier), die das Kind aukleidende Madonna. Auf Holz; kleine Figuren. In der Natio- nalgalerie zu London; früher in der Galerie zu Madrid. Vasari spricht im Leben des Girolarno da Carpi von einem vwunder- bar schönem Bilde, das die Madonna dar- stelle, wie sie dem Ohristuskinde ein Hemd- chen überwerfe, dem Kavalier Bajardo in Parma angehöre und von Girolanio kopirt worden sei. Sehr wahrscheinlich ist dies das Londoner Bild. An derselben Stelle aber erwähnt Vasari ein Bild des Parmigianino, das sich in der Karthause von Paviabefun- den; und Bottari ist in seiner Ausgabe Va-l sarfs der Meinung, dass Letzterer beide Werke verwechselt und vielmehr die Ma- donna Oorreggids das in der Karthause be- iindliche Gemälde gewesen sei. Von dorti sei es später nach Spanien gekommen. Al-X lein es ist nicht abzusehen, wie so früh eini Bild unseres Meisters in die Nähe von Pavia gelangt sein soll. Ganz dieselbe Darstel-j lung befand sich übrigens in der Galerie des Herzogs von Orleans und wurde hier für M e y e r, Künstler-L exikon. I. Original ausgegeben; doch ist das Bild, jetzt in England, nur eine gute alte Kopie. S". b) N0. 55. Das Bild zu London soll König Karl IV. von Spanien seinem Minister Don Manuel Godoy, dem Prineipe de la Paz, zum Ge- schenke gemacht, in dessen Besitz aber es durch Verputzung gelitten haben. Während des französisch-spanischen Krieges wurde es Eigenthum des englischen Malers Wal- lace, der es in England 1813 vergeblich um 1200 L. St. zum Verkauf anbot. Darauf kam es in die Sammlung Lapeyriere zu Pa- ris; als diese am 19. April 1825 versteigert wurde, erwarb es Nieuwenhuys der Aeltere für 80,000 Fr. , der es bald darauf der Na- tionalgalerie für 3800 L. St. iiberliess: Wegen seines schon ganz entwickelten Stils ist Waagen geneigt das Bild in die spätere Zeit des Meisters zu setzen; dazu stimme auch das etwas gezierte Lächeln der Madonna und die Brechung der Lokalfar- ben. Allein wir wissen, wie friih schon Cor- roggio seine eigene Art ausbildete, und so sind jene Merkmale kein Grund, das Ge- mälde seiner letzten Periode zuzuweisen. In der Komposition scheint es, wie einige Uebermalungen zeigen, von Correggio sel- ber kleine Veränderungen erfahren zu ha- ben; vielleicht daher die etwas ungeschiekte Haltung der rechten Hand der Madonna. Ausscrdem haben durch die Verputzung das rechte Bein und die rechte Hand des Kindes gelitten. s. Text xvr und Stiche No. 194 bis 199. Ausser der Kopie des Girol. da. Oarpi wird noch eine von Girolamo Mazzola erwähnt in der alten Sammlung Boscoli zu Parma. Auch in der Dresdner Galerie eine alte Kopie. Eine ähnliche Darstellung mit dem Kinde, wobei aber Joseph diesem Früchte reicht, an- geblich ebenfalls Correggio. s. b] N0. 13. 24) 1520? Madonna mit dem schlafenden Kinde unter einem Palmbaum, genannt la Zinga rella oder la Madonna del Coniglio. In der Galerie zu Neapel, wohin es aus der Sammlung Farnese zu Parma mit 100 anderen Gemälden derselben von Karl III. um oder nach 1740 gebracht winde. Schon 1587 war das Bild im Besitze jenes Hauses; es ist verzeichnet in dem Inventar der Guar- daroba des Herzogs Ranuccio Farnese von diesem Jahr. Im Testamente dieses Für- sten vom 23. Juli 1607 ist es dann als Ver- mächtniss an seine Schwester Donna Maura mit folgenden Worten vermacht: Eidemque serenissimae Donnae sorori meo lego, et jure legati relinquo in signurn dilectionis quam in ipsam sororem meam semper habui, et habeo, Tabellam , vulgo dictam un quadretto, cum Imagine, BeatissimaeVirginis Mariae, pictam manu Antonii Oorrigii, jam pictoris celeber- rimi, nuncupatam la Cingara, quae nunc re- 55