1096 2836- 2836- Guy oder Guyot Marohant, Buchdrucker und Buchhändler j M in Paris 1481-1502, bediente sich eines in Holz oderMetall geschnittenen Signets, welches im oberen Theile zwei aus Wolken reichende Hände und über diesen die Initialen IM zeigt. Links oben ist ein kleiner Notensatz, und rechts steht: Fides ficit. In der Mitte halten zwei Hände ein offenes Buch im Schilde, links unten schneidet ein Mann Leder zu, und rechts fertigt ein anderer auf dem Stuhle Schuhe, deren vor seinen Füssen liegen. Zwei einfache Linien umziehen die Vignette. H. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z. 2837. Jean Messager, Kupfersteeher, war gegen Ende des 16. Jahr- f hunderts in Frankreich oder Italien thätig, und hinter- CCLÖ liess nur sehr wenig Blätter. Ein solches stellt die Auferstehung Christi vor, Composition von acht Figuren nach Paul Verenese. Auf diesem seltenen Blatte steht JMJdecit. H. 17 Z. 4 L. Br. 12 Z. 10 L. Unter dem Monogramm N0. 2793 haben wir ein anderes Blatt er- wähnt, nämlich die Himmelfahrt der Maria nach Taddeo Zuccaro. 2838. Joseph Matzkerk, Goldschmied und Kupferstecher von jm Görlitz, hinterliess eine Folge von 12 Blättern, welche See- götter auf chimiirischen Pferden, nackte Jünglinge mit Urnen und Füllhörnern als Flussgötter vorstellen. Auf dem ersten Blatte reitet Amor auf dem Delphin. Diese Blätter sind meisterhaft gestochen, und von ausserordentlicher Wirkung, kommen aber sehr selten vor. Der Künstler fügte den Namen bei, nur auf ein paar Blättern mit Seegöttern kommen die Initialen vor, kl. 4. Jean Morien, ein französischer Goldschmied um 1612, soll eben- falls Zierblätter I M gezeichnet haben. Er arbeitete sechs Blätter mit Ornamenten auf schwarzem Grunde aus. Auf dem ersten Blatte mit dem römischen Alphabete in einer verzierten Tafel steht: I M cx) F. IOAZVNES MORIEN. FECIT. SOLI. MEO. DEA. SPES. 1612. A. I., qu. 16. Diese Folge ist sehr selten. 2839. Johann Nepomuk Muxel, Maler und Radirer, geboren zu München 1'790, war Schüler des Peter von Langer und des jJlxß Christian von Mannlich, und theilte später seine Zeit mit der Malerei und dem Unterrichte. Im Jahre 1815 zum Zeich- 78 nungslehrer der Prinzen des Herzogs von Leuchtenberg er- nannt, erhielt er nach einigen Jahren die Stelle eines Inspektors der Leuchtenbergschen Gallerie, welche er bis zur Transportirung der- selben nach Russland bekleidete. Muxel machte die Schätze dieser Gnllerie in Umrissen und in leicht schattirten Abbildungen auf Kupfer bekannt: Gemäldesamml-ung Sr. K. H. des Dom Augusto Herzogs von Leuchtenberg und Santa Cruz in München Mit deutschem und französischem Text herausgegeben von J. IV. Muxel. München 1836-40, gr. 4. Muxel hatte dieses Galleriewerk im Selbstverlag, nach einiger Zeit aber verkaufte er die Platten an den Antiquar- Buchhändler J. Baer in IPrankfurt a. M., und die zweite Ausgabe er- schien daselbst mit Text von J. D. Passavant 1851, gr. 4. Die von Muxel selbst radirten Platten hatten in München nicht viel gelitten, da die erste Auflage gering war. Muxel hatte schon früher mehrere Blätter radirt und lithographirt, und unter den ersteren sind einige ohne Namen, wie das Bildniss des Herzogs Engen von Leuchtenberg,_und jenes des Franz de Paula Gail, herzogl. Leuchtenberyscher Galleme-Custos, 4. Beide Portraite sind