1078 2795. mit Aufträgen überhäuft, und die Besteller mussten daher oft lange warten. Zu diesen_gehört Drost van Mulden, und der Dichter P. C. Honft. Letzterer nchtete desswegen ein Monitorium an ihn, welches noch verbanden 1st, mit der schmeichelhaften Adresse: Aan Michiel aurfftllgeregrälthdßoiglliäucktig schilder, tot Delft. Mierevelt starb zu e en u1' 2793- Jean Messager, Kupferstecher, war gegen Ende des 16. _ Jahrhunderts thätig, anscheinlich in Rom. Man findet y ßgyt eine geringe Anzahl von Blättern dieses Meisters, und hier handelt es sich um ein einziges. Es stellt die gllninhelfahrlt 20;, mit älem ZeicheIn unten in der Mit]te, und der c ri rec ts: a eus zwcarus nventor Romae, inks: Jan Ilgessägefößgczädzä. lmd ulntäreg äange Et gteinscgier Täxt: Ul placilo 00.. .un . .an,r. .1. Unter den Cursiven JM machen wir auf ein zweites Blatt auf- merksam, Es stellt die Auferstehung Christi nach Paul Veronese vor. H. 17 Z. 4 L. Br. 12 Z. 10 L. 2794- Unbekannter Zeichner und Radirer, welcher zu Anfang des Qgzzßcül 18. Jahrhunderts thätig war, wahrscheinlich in Hamburg, indem er den M. Scheits kennen gelernt hatte. Nach Zeichnungen dieses Meisters radirte er folgende Blätter: 1) Das Urtheil des Paris. Links unten: M. Sclzeits Inuent, rechts neben den Füssen der Minerva das gegebene Zeichen. Im Rande links: quisquis amat Venerem rechts: Wer Venus Lüste liebt H. 7 Z. 2 L., Br. 10 Z. 5 L. 2) Vertumnus und Pomona. Links unten: M. Scheits Inuent, und neben dem Fusse der Pomona das Zeichen. Im Rande links: Pomonam Verbis rechts: Vertumnus ist bemüht In der Grösse des obigen Blattes. Diese Blätter schreibt man dem Joseph Mnlder zu (geb. zu Am- sterdam 1672), die Kupferstiche dieses Meisters weichen aber von den genannten Radirungen wesentlich ab. Der Monogrammist arbeitete mit freier und kühner Nadel, Mulder mit dem Grabstichel, und liess die Linien in Punkte ausgehen. Er stach Bildnisse, historische Dar- stellungen nnd Titelhlätter. Sehr schön sind die Blätter mit Insekten in den Werken der J. M. S. Merian. Zu den Seltenheiten gehört der grcsse perspektive Plan der Stadt Wien nach Folbert van Allen. 2 Sch. 4 Z. hoch, und 4 Sch. 9 Z. breit. Im Magistratsgebaude zu Wien ist eine grosse Ansicht der Stadt in Oel 1688, Wahrscheinlich von F. van Allen. Ch. Kramm kommt mit diesem Werke nicht zurecht, indem Bryan von Ansichten von Wien spricht, welche ein Muller 1686 gestochen haben soll. Es handelt sich um den Plan von Wien, welchen J. Mulder gestochen hat. Wir kennen eine Flusslandschaft von Mulder, welche radirt und gestochen ist, aber auch aus diesem Blatte kann man nicht ersehen, dass derselbe die erwähnten Blätter radirt habe. 2795. Johann Münck, Maler von Nürnberg, war um die Mitte des r 1.7. Jahrhunderts thätig. Er malte Bildnisse und mili- Jllll. Byte; tärische Scenen, seine Werke sind aber vergessen. Im Künstler-Lexicon haben wir eine farbige Zeichnung mit einem Cavallerie- angrid von 1645 erwähnt. Hier machen wir auf ein von Johann Pfann gestochenes Bildniss des Geistlichen Justus David Heering 1646 auf- merksam. Auf diesem Blatte kommt das gegebene Zeichen vor. Pfann stach nach ihm auch das Bildniss des Johannes Saubertns.