992 IHS. 2603-2604. 29) Der Obelisk mit dem Zeichner. Ersterer erhebt sich in einer dürren Landschaft mit Ruinen, und der Zeichner steht. Am Schlusse der Inschrift: OBELISCI folgt die Jahrzahl MDLVIII. und das Christuszeichen. H. 13 Z. 10 L. Br. 10 Z. 4 L. Dieses Blatt ist von grosser Seltenheit. 30) Die Ansicht des Colisseums in Rom. Unten rechts ist ein Ueberrest aus dem Alterthume, vielleicht die Meta sudans. An einem Marksteine am Ausgänge des Weges bemerkt man das Zeichen mit dem undeutlichen S. Oben in der Luft steht: TEATRVN XIVE CHOLISEO ROMANV. H. 7 Z. 9 L. Br. 11 Z. 7 L. 31) Die Pyramide des Cestius in Rom. Der Fuss derselben nimmt die ganze Breite ein, und enthält Inschrifteu: C. CESTIVS. L. F. POB. EPVLOR OPVS ABSOLVTVM EX. TESTAMENTO. DIEB VS CCCCXÄZXÄ ARBITRATV PONTI In Mitte des Vorgrundes stehen zwei Männer, und am viereckigen Stein daneben ist das erste Zeichen. Unter der Figurengruppe: SEPVLCHBVM C. CESTI. EPV- LOIVIS ROMAE w DLVI. H. 14 Z. 3 L. Br. 10 Z. 7 L. Dieses Blatt ist gering, sogar schlecht zu nennen. Die architekto- nischen Ansichten könnten vor allen von diesem Anonymus selbst ge- stochen seyn. 32) Ein antikes Grabmal, mit Eidechse, Frosch und Schnecke. Mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1558, und im späteren Druck mit Camociols Adresse, fol. 33) Eine Folge von wenigstens 16 Blättern mit grotesken Masken, unter dem Titel: LIBRO D1 VARIATE MASCHEBE QVALE SER- VONO A PITORI, SCVLTOBI ET A HVOMINI IIVGEIVIOSI MDLX. RENATVS B FECIT. H. 5 Z. 5 L. Br. 4 Z. 8 L. Diese Blätter könnten von Rene Boyvin gestochen seyn, unser Monogrammist fügte aber auf jedem sein Zeichen bei. 2603. Der Meister mit dem Zeichen des Namens Jesu behauptet den vorhergehenden Artikel, es frägt sich aber, ob das ge- J" gebene Monogramm denselben Meister andeute. Frenzel gibt es im Catalog Sternberg II. N0. 357m, wir müssen ihm aber die Verantwortlichkeit überlassen. Nach seiner Erklärung findet man dieses Zeichen auf dem letzten Blatte des Lebens der Maria, in Copien von Marc Anton nach A. Dürer. Das Schlussblatt stellt die Verehrung der Maria. mit dem Jesuskinde vor, oder vielmehr die Anbetung des Letzteren von Engeln und Heiligen. Nach Frenzel gibt es einen höchst seltenen und kräftigen Abdruck vor dem Monogramxne des Marc Anton am Leuchter, und vor dem Monogramm N D im Wappenschilde des Engels, und dann vor dem obigen Zeichen auf dem Kasten rechts. Letzteres wird wohl keinen Künstler bedeuten, und auch keinen Ver- leger, da. Marc Anton das Werk selbst vertrieb. Wir müssen daher Jesus lesen, oder nach der alten Form Jhesus. Das Zeichen hat Frenzel jedenfalls ungenau copirt, was bei ihm gewöhnlich der Fall ist. 2604- Johann Heinrich Senn, Zeichner und Maler, geboren zu ' Liestall um 1770, übte seine Kunst in Basel, und machte sich MS besonders durch Zeichnungen in Aquarell bekannt. Sie be- stehen in Darstellungen aus dem Volksleben und in Landschaften. Auf solchen Zeichnungen, und auch auf etlichen Lithographien, kommt das Zeichen vor. Senn radirte auch einige Blätter. Er starb um 1830.