506 HMH. 1273. die mehr oder weniger ausführliche Beschreibung der Bilder, nebst Angabe der Gehülfen, welche dem Meister Hess bei dieser umfassen- den Arbeit zur Seite standen. Am 24. November 1850 wurde die Kirche eingeweiht. Die Bilder der beiden genannten Prachttempel sind in Fresco ausgeführt, und der Meister konnte daher eine lange Reihe von Jahren nur in Nebenstuntlen der Oelmalerei sich zuwenden, da auch die Itlerstellung der Gartens zu den Gemälden der Kirchen nicht nur seine Kräfte in Anspruch nahmen, sondern auch die Leitung der ihm untergeordneten Künstler erforderten. In neuester Zeit ward aber Hess auch wieder auf die Technik in Oel angewiesen, und dass er sie mit gleicher Meisterschaft zu üben versteht, werden die Gemälde be- weisen, welche er im Auftrage des Königs Maximilian II. für das Maximilianeum u. s. w. ausführt. Wir haben es hier zunächst nur mit früheren Werken des Meisters zu thun, welche sowohl in Ge- mäldeu, als in Zeichnungen bestehen. Aus jener Zeit stammen Bild- nisse und historische und mythologische Compositionen, und mehrere derselben tragen das Mouogramm. Zur weiteren Ergänzung des Ar- tikels im Künstler-Lexicon nennen wir die nach ihm gestochenen und lithogrziphirten Blätter. Die liladonna mit dem Kinde bei einer steinernen Thüre. Original- Lithographie in der Sammlung von Originalzeichnungen bayerischer Künstler, gr. qu. fol. Die Madonna mit dem Kinde, und ZWGl anbetenden Engeln in einer Landschaft. Gemalt und auf Stein gezeichnet von H. Hess. In der Sammlung von Originalzeichnungen bayerischer Künstler. Ton- druck, fol. Glaube, Liebe, Hoffnung. Drei weibliche Figuren nach dem Garten zum Gemälde der Herzoglich Leuchtenbergischen Gallerie (jetzt in St. Petersburg) für das oben genannte Werk selbst lithographiit, und in Tondruck 1820, gr. qu. fol. Dieselbe Darstellung, lithogr. von Hanfstangl für das Leuchten- bergische Galleriewerk, gr. qu. fol. Der Augsburger Kunstverein wählte 1833 Abdrücke für die Mitglieder. Dasselbe Bild, radirt für das Galleriewerk von J. N. Muxel, kl. fol. Dieselbe Darstellung, gest. von T. Falke, qu. 4. Dieselbe Darstellung, lithogr. von M. Baumann, qu. fol. Die Christnacht. Drei schwebende Engel mit dem Christkinde und den Leidenswerkzeugen unter dem Sternhimmel, ein äusserst zartes Bild im Besitze des Baron Eichthal in München. Lithogr. von H. Bodmer, kl. qu. fol. Dieselbe Darstellung, lithogr. von M. Baumann, kl. qu. fol. Dieselbe, lithogr. von Alsleben, qu. fol. Dieselbe, galvanographirt von L. Schöninger, gr. qu. fol. Die Madonna mit dem segnenden Kinde und zwei Engeln. Em hoc heata-m me dicent omnes generationes. Aus dem Frescogemälde der Anbetung der Könige in der Allerheiligen-Kirche zu München. Gest. von H. Merz für den Frankfurter Kunstverein, fol. Dieselbe Darstellung. lithogr. von Maria Anna Straucher, gr. fol. Die Madonna. auf dem Throne, nach dem Frescobilde der Aller- heiligen-Kirche gest. von A. Schleich, gr. fol. Sancta Maria. Als Himmelskönigin mit dem segnenden Kinde, in der Allerheiligen-Kirche. Lithogr. von J. G. Schreiner, kl. fol. Die Madonna mit dem Kinde, zu den Seiten zwei Engel und St. Cäcilia. Omnis .S'pirz'tus laude! Dominum, qu. fol. Maria mit dem Kinde, lithogr. von A. Remy, fol. Christi gloriticatio. Lithogr. von Krampg qu. fol.