400 HHA HHB. 106i 1064. früheren Zeit viele Zeichnungen, signirte aber vornehmlich nur solche für den Holzschnitt in obiger Weise, indem er die Buchstaben-j! h in gehöriger Lage einzeichnete. Auf früheren Gemälden kommt ein aus SM bestehendes Monogramm vor. Ueber seine Radirungen haben wir im Künstler-Lexicon gehandelt. 1951. Unbekannter Formsthneider, welcher zu Anfang des 16. Jahr- X huuderts thatig war, aber durch die gegebenen Buch- H XX stahen seinen Namen wohl nicht angedeutet hat. Man ündet sie auf einem schönen und seltenen Holz- schnitte, welcher die Madonna mit dem Kinde auf dem Arme in Knie- stück darstellt. Es liegt ein altes Bild zu Grunde, welches in der Auffassung an die byzantinische Weise erinnert, aber ohne jene Starr- heit in den Zügen festzuhalten, wie sie in Werken dieser Art vor- kommt. Die Köpfe sind im Gegentheile schön und belebt. In den verzierten Quadraten des Kleides an der rechten Achsel der Madonna sind obige Buchstaben, welche aber vielleicht kein Künstlerzeichen sind. Oben und unten im Rande ist gedruckter Text mit J ahrzahl und Druck- ort: Portzhefnz 1500, fol. 1052- Hans Hauer, Formschneider und Kupferstecher, bediente sich gewöhnlich eines aus den Oursiven JH bestehen- den Monogramms, und daher gehen wir hier nur auf die Blätter mit diesem Zeichen ein. Man findet sie in folgendem Werke: Circinus Geomelricus, z. Teutsch, Illesszirkel von L. Utten- hofen. Nürnberg, F. Halbmayr 1626, 4. Hauer schnitt die schöne architektonische Titelbordüre. Links hält eine Frau den Erdglobus zum Messen, und rechts beschäftigt sich eine andere Frau mit dem Himmelsglobus. Unten im Ovale ist das Lamm Gottesvorgestellt, und biblische Sprüche füllen den weiteren Raum. Dieses Titelblatt trägt die obige Abbreviatur, und dann kommen auch noch die Buchstaben L G darauf vor. Ausserdem sind auch Kilpferstiche von Hauer in dem genannten Werke. 1063- Unbekannter Maler, welcher um 1536 in Deutschland , F 6" _ thätig war, und der Holbeimschen 1- 2 2; Richtung angehört. Im k. Cabinet zu München sind Zeichnungen mit Scenen aus der Leidensgeschichte des Herrn, mit der Feder um1'issen und in Bister übergangen auf gelb- lichem Naturpapier. Diese Zeichnungen verrathen einen tüchtigen Meister, und erinnern in einiger Hinsicht an Hans Brosamer, auf welchen sich aber das Mouogramm eben so wenig bezieht, als auf Hans Holbein. Auch von dem folgenden Meister kann keine Rede seyn. Die Passion in Jakob Feuchüs Postille ist von dem Monogrammisten H E N0. 853, und nicht von Hans Hersbach. 1064. Hans llersbach oder liertzbach, Zeichner und Maler n. Yg-Y, Cöln, war um 1560-4580 thatig. Nach Merlo, Altkölnische h? Meister S. 176, war er Eidam des Anton Woensam von Worms, und kommt in Urkunden von 1561-1576 vor. Der Künstler H35 war aber noch 1580, und vielleicht noch später thätig. Er gehört der Richtung des Jost Amman an, wie aus den Holzschnitten in folgendem Werke erhellet: Postilla Catholica Euangeliorum de Sanctis totius Anml Das ist: Catholische Ausslegung aller Fest nmd Feyertäglichen Euangelien durch das gantze Jar Durch Jacobum Feuchthium Bambergischen Weyhebisclzouen Ge- druckt zu Cöln durch Gerwinum Calenium und die Erben Johan Quentels, Im Jar M.D.L.XXX, fol. Dieses Werk enthält eine be-