1023. 373 Lateinischer omd Teutscher gescitrifften, gemeinem nulz zu gut, künstlich inn grund gelegt Basileae Anno 1553. Dieses Werk enthält 16 Blätter mit allerlei Schriften, und auch mit Musiknoten. 26. Die Schlacht von Cerisolle, s. Hans Schänfelin jun. 1023. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte gH-f PH des 16. Jahrhunderts, und darüber hinaus in Sachsen thätig 494 war. Er kann mit dem vorhergehenden Meister nicht Eine YB, Person seyn, da dieser schon um 1550 ein geübter Künstler war, unser Meister aber noch mehr als 50 Jahre später thätig war. Der vorhergehende Formschneider, nämlich Heinrich Holzmüller, scheint immer in Bern geblieben zu seyn, und wenn ihm unter den folgenden Blättern je noch eines angehört, so ist es jenes 1I1 der Frankfurter Ausgabe der Aesopischen Fabeln von 1566. Im Jahre 1583 tritt unser Meister in Dresden auf, und wenn wir für ihn einen Namen schöpfen dürfen, so könnte nur Hans Hewamaul eintreten. Dieser Künstler lebte 1574 in Halle, und schickte von da aus 300 Holzstöcke an Thurn- eisser. Er könnte also auch für andere Buchdrucker Stöcke geliefert haben, nämlich nach Dresden, Magdeburg, Leipzig, Annaberg und Frankfurt. 1) Das Bildniss des Churfürsten Christian II. von Sachsen in ganzer Figur 1601. Dieses Blatt findet man in der Berg-Chronik von Albinus. 2) Das Bildniss des Rechtsgelehrten Joachim von Beust, in folgen- dem Werke desselben: Orihodoxa Enarratio Evangeliorum Lip- siae, H. Gross 1595, 8. Das Bildniss hat die Unterschrift: Sic oculos, sie ille genas, sie 0m gerebat Emeritus vera nobilitate senem. Der Zeichner dieses Bildnisses deutete seinen Namen durch die Buchstaben CK an, und das Monogramm des Fonnschneiders ist um die Hälfte kleiner, als oben gegeben. Das Messer fehlt. H. 4Z. 3 L. Br. 2 Z. 10 L. 3) Das Titelblatt mit breitem und reichem Passepartout zu: Biblia, Da! ys: de gantze billige Schrifft, Sassisch. D. Marth. Luth. Gedrücket tho Hamborch, dörch Jacobum Lucium den Jüngern 1596, gr. fol. Auf diesem Titelblatte ist das Zeichen mit dem Messerchen beigefügt, und auch H W. Die Mehrzahl der übrigen Holzschnitte der Bibel tragen ein aus M I bestehendes Monograrnm als jenes des Zeichners. 4) Mehrere biblische Vorstellungen in Randleisten zu folgendem Werke: Conciones diebus dominicis et festis domi publiceque habi- tae a Dr. M Luihero. Annabergae 1597, fol. Die Illustrationen dieses Werkes sind von den Monogrammisten M1 und M G. Ersterer scheint der Zeichner zu seyn. Von unserem Meister sind folgende Blätter mit dem Monogramme ohne Messerchen. H.2Z.10L. Br.4Z.1L. 1. Die Verkündigung Mariä; links der Engel mit dem Scepter, auf dessen Bandrolle steht: Ave Jllaria gratia plena In der Mitte am Boden das schiefgestellte Zeichen. 2. Die Heimsuchung der Elisabeth durch Maria. 3. Christus vom Satan versucht. 4. Die Speisung des Volkes mit Brod und Fischen. 5. Christus, wie er Verhaltungsregel bei dem von Daniel prophe- zeiten Gräuel der Verwüstung gibt. Dieselben Vorstellungen, doch wohl nicht in Copien, findet man auch in der zu Nürnberg 1635 bei Wolfgang Endter gedruckten Postille