972. 349 dem späteren Hans Heinrich Glaser aus Basel verwechsle, er selbst aber schreibt das Monogramm des letzteren dem alten Hans Glaser von Nürnberg zu. 1) Die hl. Familie mit St. Anna. Maria kniet rechts, und blickt nach dem Jesuskinde, welches St. Anna auf dem Schoosse hält. Rechts von dieser steht St. Joachim, und links St. Joseph. Helldunkel von ZWEl Platten. H. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 2 L. Bartsch beschreibt diese Vorstellung im Appendixvzu A. Dürer's Holzschnitten No. 10, und erklärt die Abdrücke ohne Jahrzahl 1519 links unten am Steine für originalseitige Copie, welche im Verlage des Hans Glaser erschien. Wir glauben, dass die Platte nur eine Ab- änderung und Ausbesserung erlitten habe. Die Abdrücke mit der Jahrzahl 1519 linksmnten auf dem weissen Steine scheinen uns die ersten zu seyn. Dann wurde die Jahrzahl weggenommen, und man untersuchte die Brauchbarkeit der Platte, da Abdrücke von der Strich- platte allein vorkommen. Später wurde auf dem Steine das Zeichen A. Dürer's in die Tiefe geschnitten. Der weitere Druck mit der Lieht- platte gab Helldunkel ohne Jahrzahl, aber mit dem Monogramme Dürer's. Oben steht jetzt der Name ä SANCTA ä ANNA 5, und unten die Adresse: Gedruckt zu Nurnberg durch Hans Glaser Brieffmaler aulf S. Lorentzen Platz. Diese Schrift fehlt aber in den meisten Exemplaren, da man sie mit derselben nicht so leicht für Dürer's Arbeit ausgeben konnte. Dieser Meister hat keinen Strich dazu ge- macht. Die Zeichnung ist von einem Nachahmer Dürer's. Die angeb- liche Copie hat vollkommen die Grösse des sogenannten Originals, und daher werfen wir beide zusammen. Eine neue Lichtplatte könnte aber für den späteren Druck gefertigt worden seyn. Die hl. Anna auf dem Throne mit der knieenden Maria, Bartsch, Appendix No. '11, ist wohl ebenfalls aus der Werkstatt des Hans Glaser hervorgegangen. Auch da wurde Dürer's Zeichen erst beim zweiten Drucke beigefügt. 2) Der Phönix in den Flammen. Oben steht: Der eynig Vogel Feniar. Das lange Gedicht in zwei Columnen beginnt: Fenix der edel cogel werdl Rechts unten ist die Adresse: Hahns Glaser Brieffmaler zu Nürnberg am Panersperg, und rechts oben stehen die gegebenen Initialen, fol. 3) Ein Greis im Kinderwagen, welchen ein Knabe fortschiebt. Voraus reitet ein anderer Knabe auf dem Steckenpferde. Links oben auf der Schrifttafel: Gelen Philosophus, vom Alter In der Mitte: Noch lern ich. Mit dem Namen des H. Glaser, qu. fol. 4) Der Fackeltanz, von drei maskirten Herren und drei Frauen ausgeführt, und von einer Prinzessin vom Balkon aus beobachtet. Dieses Blatt beschreibt Bartsch im Appendix zu A. Dürer No. 38. Es scheint aus Glaseüs Verlag zu kommen. ä) Die Turnierübungen. Von Heller unter den zweifelhaften Blät- tern des A. Dürer No. 2096-2100 beschrieben. Auf dem Blatte bei Bartsch No. 36 und Heller N0. 2098 steht die Adresse: Hahns Glaser Briefmaler zu Nürmberg am Panersperg. Diese Adresse wurde abgeschnitten, und daher entging sie den ge- nannten Schriftstellern. 6) Abconterfettung des Schloss Dachsbaeh an der Asch, welches durch Marggraff Albrechten selbs abyebremll ist worden am 12 N0- uember des D.M.LII Jars. Gedruckt bei Hahns Glaser zu Num- berg, qu. fol.