492 496. 151 die alten deutschen Malwerke zogen ihn an, so dass also Glinck dem Kreise derjenigen Künstler angehört, welche in den ersten Decennien unsers Jahrhunderts in das fromme Seelenleben der malerischen Er- zeugnisse des Mittelalters einzudringen suchten. Er malte meistens einzelne Figuren, besonders Madonnen und Heilige. Diese Bilder sind mit grösstem Fleisse vollendet, und von zarter Innigkeit. Mit dem Massstabe der neuen Kunst können solche Werke nicht gemessen werden, indem Glinck als Idealhistoriker der modernen realistischen Richtung nicht mehr folgen konnte. Auf mehreren Gemälden, besonders auf solchen aus seiner früheren Zeit, kommt das Monogramm vor. ,Er ist noch gegenwärtig in München thätig. 492. James Young, Kupferstecher in London, geboren 1755, soll G Y l Bildnisse mit diesen Initialen bezeichnet haben. Er ar- ß - 39a 17' beitete in Mezzotinto und in Linienmanier. 493. Gabriel Zehender, Maler von Basel, soll sich auf Zeich- nungen und Formschnitten eines Monogrammes be- dient haben. Wir haben weder die einen, noch die S anderen gesehen, glauben aber, dass er mit dem , Meister, welcher sich des zweiten Zeichens bedient hat, Eine Person sei. Dieses Monogramm iindet man auf einem Holz- schnitte mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes in fol- gendem Werke: Missale Ordinis St? Benedicti etc. Am Ende: Ela- boratum est ßsens opus Hagenooiae p. Thomä Anshelmum Baden- sem Anno inwr. MDXVIII, gr. fol. Dieses Werk enthält mehrere schöne Holzschnitte in der Weise des Hans Baldung Grün, doch nur das Kreuzbild vor dem Canon ist mit dem zweiten Zeichen versehen. Ein dem ersten ähnliches Monogramm gibt Christ S. 159, aber unter C Z, wie es II. N0. 862 vorkommt. Wir haben in jenem Artikel auch auf das Missale Ordinis S. Benedicli aufmerksam gemacht, den Meister aber nicht genannt. Zehender lebte wahrscheinlich längere Zeit in Hagenau, und liess sich dann in Basel nieder, wo er unter dem Jahre 1529 im rofhen Buche der Zunft zum Himmel als Bürger vorkommt. Brulliot spricht auch von einem Titelholzschnitte mit acht tanzendgn Kindern inb der änterenHLeästg. glrList Eech? änitäden staben G Z. 1511 ezeic ne r. ir haben dieses Blatt nicht gesehen, vermuthen aber, dass die Form der Initialen nicht genau jene 51er Antlqua SQYII werde- Das zweite Zeichen gibt C. Becker im Kunstblatte 1851 S_. l31n einem Schilde mit der Jahrzahl 1515, wir werden unter zG ein Fac- simile bringen. 494, iek Thiermaler von Oobleuz, ist im zweiten Bande Gustav zNo.,863 eingeführt ii da da; zgeitlea Zeichen fürkC Z genommen werden ann. e1 e onogramme om- men auf Thierbildern vor, besonders auf solchen Ü aus der früheren Zeit des Künstlers. Das Weitere f siehe II. N0. S63. 495. Gabriel lebender, Maler und Formschneider, ist oben unter dem Monogramme G Z N0. 493 eingeführt, und wir G Z- 151L verweisen daher nur auf jenen Artikel. 496. Gustav Ziesel, Maler von Antwerpen, hinterliess Blumen- G Z anreise G- e ' ' noc ö er n